FSV Mainz 05 verliert beim FC Augsburg mit 1:2

1:2 beim FC Augsburg : Mainz kassiert erste Niederlage unter Beierlorzer

Der FC Augsburg siegt gegen den FSV Mainz 05, das unter Trainer Achim Beierlorzer erstmals verliert. Entscheidend ist ein umstrittener Elfmeter. Die Schwaben ziehen durch das 2:1 in der Tabelle an den Mainzern vorbei.

Martin Schmidt klatschte hocherfreut seine Torschützen Marco Richter und Florian Niederlechner ab, dann reichte er seinem Trainerkollegen Achim Beierlorzer die Hand: Der neue Coach von Mainz 05 war nach dem verdienten 1:2 (1:1) beim FC Augsburg allerdings stinksauer - auf Schiedsrichter Markus Schmidt aus Stuttgart, der in der 65. Minute einen aus Sicht der Gäste unberechtigten Foulelfmeter gegeben hatte.

"Aus meiner Sicht war es kein Foul, das war ein klares Hinschmeißen", sagte Beierlorzer über die Szene, in der Ruben Vargas im Zweikampf mit Pierre Kunde im Strafraum zu Fall kam - Florian Niederlechner ließ sich die Chance zum Siegtreffer nicht entgehen. "Mit dem Elfmeter zu verlieren, ist bitter", sagte Beierlorzer bei Sky, "warum geht der Schiedsrichter nicht raus und schaut sich die Szene nochmal an?"

Unbestritten blieb, dass der Sieg von Augsburg mehr als verdient war. "Hochverdienter Sieg, ganz wichtiger Dreier", sagte Manager Stefan Reuter. Vor allem in der ersten Halbzeit spielten die Schwaben ihren Gegner geradezu an die Wand - auch vom völlig überraschenden Rückstand durch Levin Öztunali ließ sich der FCA nicht bremsen. "Sensationelle erste Halbzeit, da haben wir einige Tore liegen lassen", sagte Niederlechner.

Augsburg blieb zum vierten Mal nacheinander ungeschlagen und hat sich mit zehn Punkten aus diesen vier Spielen weiter von der Abstiegszone entfernt. Das Mainzer Punktepolster auf die Krisenregion der Tabelle ist nach zwei Siegen und nun einer Niederlage unter Beierlorzer jedoch nicht allzu komfortabel. Mit Leistungen wie jener an diesem Samstag dürfte die Lage auch schnell wieder bedrohlich werden.

Der frühere U21-Nationalspieler Marco Richter (41.) besorgte in der stürmischen ersten Halbzeit der Augsburger den völlig verdienten Ausgleich, nachdem er zuvor eine Riesengelegenheit ausgelassen hatte. Dass es nach zehn Minuten nicht schon mindestens 2:0 für die Schwaben stand, grenzte an ein Wunder: Augsburg hatte hochkarätige Chancen in Hülle und Fülle durch Fredrik Jensen, Vargas und eben Richter.

Dem 0:1 folgte beim FCA auch ein herber personeller Ausfall: Leistungsträger Rani Khedira (26.) musste mit einer Blessur an Kopf und Nacken ausgewechselt werden. All das beeinflusste den Sturmlauf der Fuggerstädter, deren Angriffe zwischenzeitlich etwas von ihrer Wucht verloren. Richter (32.) vergab zudem nochmals aus verheißungsvoller Position. Aber der FCA fing sich schnell.

Beierlorzer reagierte in der Halbzeitpause mit zwei Wechseln auf die ungenügende Darbietung seiner Mannschaft. An der Spielrichtung änderte das erst einmal nichts, es ging weiter munter auf das Mainzer Tor zu. Als Augsburgs Vargas dann knapp innerhalb des Sechzehners zu Fall gebracht wurde, bekam das Ergebnis die leistungsgerechte Form. Auch wenn Beierlorzer damit nicht einverstanden war.

Statistik:

Augsburg: Koubek - Lichtsteiner (69. Uduokhai), Gouweleeuw, Jedvaj, Max - Khedira (26. Moravek), Baier - Richter, Jensen (81. Cordova), Vargas - Niederlechner. - Trainer: Schmidt

Mainz: Zentner - St. Juste, Fernandes, Niakhate - Öztunali, Malong, Barreiro (46. Brosinski), Martin (80. Szalai) - Boetius - Onisiwo (46. Awoniyi), Quaison. - Trainer: Beierlorzer

Schiedsrichter: Markus Schmidt (Stuttgart)

Tore: 0:1 Öztunali (15.), 1:1 Richter (41.), 2:1 Niederlechner (65., Foulelfmeter nach Videobeweis)

Zuschauer: 26.950

Beste Spieler: Niederlechner, Baier - Zentner

Gelbe Karten: Vargas (5), Jedvaj (2) - Fernandes (3), Quaison

Torschüsse: 17:12

Ecken: 8:2

Ballbesitz: 50:50 %

Zweikämpfe: 104:99

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(sid/old)