Fortuna Düsseldorf - FC Schalke 04: Fortuna verliert drittes Spiel in Folge

0:2 gegen Schalke: Fortuna verliert drittes Spiel in Folge

Durch die Niederlage gegen Schalke 04 ist Fortuna Düsseldorf auf einen Abstiegsplatz abgerutscht. In der ersten Halbzeit zeigten beide Teams wenig Offensivkraft. Nach der Pause schockte Schalke Fortuna mit zwei schnellen Treffern.

Auch im 20. Anlauf hat es nicht funktioniert. Friedhelm Funkel konnte den FC Schalke 04 als Trainer erneut nicht in die Knie zwingen. Fortuna Düsseldorf verlor im ausverkauften Heimspiel vor 52.000 Zuschauern gegen den deutschen Vizemeister mit 0:2 (0:0). Es ist die dritte Niederlage in der Bundesliga in Serie, die zur Folge hat, dass Fortuna nach dem 7. Spieltag erstmals in dieser Saison auf einem Abstiegsplatz steht.

Als Funkel das bisher letzte Mal einen Sieg gegen Schalke feiern durfte, musste Deutschland noch fünf Jahre auf die Einführung des Euro warten. Es war im August 1997. Funkel trainierte noch den MSV Duisburg und durfte einen Siegtreffer von Horst Steffen bejubeln, der einen 1:0-Erfolg gegen Schalke 04 bedeutete. Im Kader der Duisburger standen zu dieser Zeit noch Michael Zeyer und Bachirou Salou, das Schalker Trikot trugen Jens Lehmann, Mike Büskens und Olaf Thon.

Seither versuchte Funkel in 19 Duellen mit den Gelsenkirchenern, als Trainer von Duisburg, Hansa Rostock, dem 1. FC Köln, Eintracht Frankfurt, Hertha BSC und nun mit Fortuna, die Schalker erneut zu bezwingen. Es gelang auch nach mehr als 21 Jahren nicht.

Der Samstag fing bereits mit Ärger an: Dodi Lukebakio verpasste den Beginn der Mannschaftssitzung am Vormittag vor der Partie. Friedhelm Funkel sah sich gezwungen, den talentierten Belgier aus dem Kader für das Spiel zu streichen. Damit nicht genug. Nach vier Minuten musste sich Funkel erneut vor Ärger an den Kopf fassen. Benito Raman, der hinter Rouwen Hennings in einem 5-3-2-System als zweite Spitze agierte, tauchte frei vor Ralf Fährmann auf. Der Belgier hatte den Schalker Torhüter fast schon umkurvt und brachte es dennoch fertig, den Ball am leeren Tor vorbeizuschieben. Sechs Minuten später hatte Fortuna dann Glück, dass Guido Burgstaller einen kapitalen Fehler von Marcin Kaminski nicht zur Gästeführung ausnutzte.

Viel mehr als diese Chance brachten die Schalker in den ersten 45 Minuten aber nicht zustande. Es war ein erschreckend lebloser Auftritt der Königsblauen, bei denen Trainer Domenico Tedesco zunächst auf die Dienste von Mark Uth, Yevhen Konoplyanka, Sebastian Rudy oder Breel Embolo verzichtete. Fortuna musste sich somit wieder einmal vorwerfen lassen – trotz der Außenseiterrolle – die Schwächephase des Gegners nicht ausgenutzt zu haben. Mehr als eine gefährliche Hereingabe von Rouwen Hennings nach schöner Freistoßvariante und ein Schuss von Jean Zimmer (32.), den Fährmann locker parierte, sprangen für die Hausherren nicht heraus.

Nach der Pause kamen die Schalker dann mit veränderter Körperspannung auf den Platz. Fortuna schien überrascht und ließ den Gast gewähren. Mit schlimmen Folgen: Nach acht Minuten war die Partie entschieden. Erst schlief die Verteidigung bei einer Flanke von Franco Di Santo. Suat Serdar legte den Ball per Kopf von der Außenlinie zurück an den Fünfmeterraum, wo Weston McKennie am schnellsten reagierte und den Ball über die Linie drückte (47.). Wie beim 1:2 gegen Leverkusen verfiel die Fortuna in Schockstarre. Adam Bodzek wehrte den nächsten Flankenball zu kurz und in die Mitte ab. Nabil Bentalebs Schuss wurde abgefälscht, Torhüter Michael Rensing reagierte blitzschnell, doch gegen den Nachschuss von Burgstaller war er machtlos (53.).

Die Düsseldorfer brauchten bis zur 70. Minute, um sich davon zu erholen. Doch auch Ramans Gewaltschuss, den Fährmann erneut sicher abwehrte, war nicht der erhoffte Wachmacher für die Schlussphase. Die Gäste brachten den Dreier, wettbewerbsübergreifend der dritte Sieg in Folge, locker nach Hause.

Für den positivsten Moment sorgten so die Ultras Düsseldorf, die mit der bisher größten Choreografie in der Vereinsgeschichte vor der Partie für einen fantastischen Rahmen sorgten. Unter dem Motto „Diese Stadt gehört uns!“ wurde die Hälfte der Zuschauer in die planerische Meisterleistung, die das Stadion in Rot und Weiß tauchte, miteinbezogen.

Düsseldorf: Rensing - Ayhan, Bodzek (63. Ducksch), Kaminski - Zimmer, Sobottka, Gießelmann (66. Usami) - Matthias Zimmermann, Morales - Hennings, Raman. - Trainer: Funkel

Schalke: Fährmann - Caligiuri, Salif Sane, Naldo, Mendyl - Mascarell - McKennie (79. Konoplyanka), Bentaleb - Serdar (62. Uth) - Burgstaller, Di Santo (88. Embolo). - Trainer: Tedesco

Schiedsrichter: Sven Jablonski (Bremen)

Tore: 0:1 McKennie (48.), 0:2 Burgstaller (53.)

Zuschauer: 52.000 (ausverkauft)

Gelbe Karten: Zimmer (2), Sobottka (2), Bodzek (2) - Mendyl (3)

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