FC Schalke 04 holt bei Eintracht Frankfurt nach Rückstand noch ein 2:2

Frankfurt - Schalke 2:2: Fast wie im Derby — Naldo belohnt Schalker Moral

Schalke 04 überwintert dank toller Moral und der Fortsetzung seiner beeindruckenden Serie erstmals seit 2011 auf einem Champions-League-Platz. Die Mannschaft von Trainer Domenico Tedesco erkämpfte bei Eintracht Frankfurt ein 2:2 (0:1) - acht Minuten vor Schluss lagen die Knappen noch 0:2 zurück.

In der packenden Schlussphase erzielte erst der eingewechselte Breel Embolo (82.) den Anschlusstreffer, dann traf Naldo Sekunden vor dem Ende (90.+5). Luka Jovic hatte die Eintracht nach nur 61 Sekunden in Führung gebracht, der eingewechselte Sebastien Haller (65.) mit einem Hackentor legte nach. Frankfurt (26) ist nun Siebter. Beide Teams bestreiten in der kommenden Woche noch im Achtelfinale des DFB-Pokals ihre letzten Pflichtspiele in diesem Kalenderjahr.

Vor 50.600 Zuschauern verarbeiteten die Gäste den ungünstigen Auftakt erstaunlich gut. Die Körpersprache stimmte und auch spielerisch bewiesen die Schalker, warum sie in dieser Spielzeit so weit oben in der Tabelle stehen. An der Seitenlinie wirkte daher auch Tedesco nicht unzufrieden, der 32-Jährige applaudierte nach jeder gelungenen Aktion seiner Schützlinge, die schon öfters Nehmerqualitäten gezeigt hatten.

Dass der Ausgleich an diesem Tag aber kein Selbstläufer würde, lag vor allem an Frankfurt. Die zweitbeste Abwehr der Liga war von Coach Niko Kovac einmal mehr extrem gut eingestellt und ließ wenig zu - was durchaus überraschte. Schließlich fehlten in David Abraham (Wade) sowie Makoto Hasebe (Grippe) zwei Schlüsselfiguren im Defensivverbund.

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So waren im ersten Durchgang der Fernschuss des Ukrainers Jewgeni Konopljanka (28.) und ein zu schwacher Versuch von Max Meyer (36.) aus kurzer Distanz zunächst noch die besten Gelegenheiten auf Schalker Seite, ehe Alessandro Schöpf SGE-Keeper Lukas Hradecky zu einer Glanzparade zwang. Für Frankfurt hätte Mijat Gacinovic (17.), der den Treffer von Jovic vorbereitet hatte, zwischenzeitlich erhöhen können.

Nach dem Seitenwechsel traten die Schalker zunächst nicht mehr so druckvoll auf. Tedesco brachte Angreifer Franco Di Santo für den unauffälligen Amine Harit. An der Frankfurter Abwehrkette, die phasenweise sogar aus fünf Spielern bestand, bissen sich die Schalker bis zu Embolos Treffer die Zähne aus.

Auf der anderen Seite boten sich Lücken, die vor allem der schnelle Gacinovic ausnutzte. Nach einer guten Stunden enteilte er erneut seinem Gegenspieler, brachte den Ball in den Strafraum, den dann Haller geschickt im Tor unterbrachte. Dann folgte die beeindruckende Schalker Aufholjagd.

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(ems)