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FC Bayern München: Robert Lewandowski mit drei Toren beim 5:0-Sieg gegen Eintracht Frankfurt

5:0-Sieg gegen Frankfurt : Rekord-Dreierpack von Lewandowski lässt Bayern jubeln - Davies verletzt

Bundesliga-Rekord durch Top-Torjäger Robert Lewandowski, Traumtor von Rückkehrer Leroy Sane - doch die womöglich schwere Verletzung von Alphonso Davies hat die nächste Gala von Bayern München getrübt.

Rekordmann Robert Lewandowski klatschte zufrieden mit Kunstschütze Leroy Sane ab, doch völlig ungetrübt war die Freude bei Bayern München nach der nächsten Gala nicht. Die womöglich schwere Verletzung von Alphonso Davies überschattete den souveränen 5:0 (2:0)-Erfolg des deutschen Fußball-Rekordmeisters gegen Eintracht Frankfurt dank eines Dreierpacks von Lewandowski.

Shootingstar Davies blieb in der zweiten Minute im Rasen hängen, knickte um und musste mit einer Verletzung am rechten Sprunggelenk ausgewechselt werden. Doch auf Lewandowski war Verlass: Der unwiderstehliche Angreifer erzielte seine Saisontore Nummer acht bis zehn (10., 26., 60.) - so oft hatte nach nur fünf Spielen in über 57 Jahren Bundesliga noch keiner getroffen. "Das ist nicht so wichtig. Ich bin auf die Mannschaft und das Spiel fokussiert", sagte Europas Fußballer des Jahres bei Sky.

Mitspieler Jerome Boateng geriet aber ins Schwärmen. "Er ist auf einem anderen Level. Es macht ihn im Moment zum absolut besten Stürmer der Welt", sagte der Weltmeister von 2014 bei Sky.

Sanes linker Schlenzer in den Winkel (72.) machte die erste Saisonniederlage der Eintracht perfekt. Der Nationalspieler war in der 68. Minute nach vier Wochen Verletzungspause für Lewandowski gekommen. Den Schlusspunkt setzte Youngster Jamal Musiala (90.) mit seinem zweiten Saisontor.

"Wir haben einfach Lust und wissen, wie wichtig es ist, nach einem Champions-League-Spiel in der Bundesliga nachzulegen. Wir waren voll fokussiert, gleich von Anfang an aggressiv und griffig", sagte Boateng.

Die Gäste mussten die Überlegenheit des übermächtigen Gegners anerkennen. "Bayern hat am Ende die Qualität, die Tore zu schießen. Gegen die Bayern in der Form ist es nicht so einfach", sagte Nationaltorhüter Kevin Trapp.

"Ich bin guter Dinge", sagte Flick vor dem Anpfiff, "wir haben genügend Körner, um das Tempo über 90 Minuten zu gehen." Schließlich hatte er rotieren lassen: Davies war einer von vier Neuen in der Startelf nach dem fulminanten Champions-League-Start gegen Atletico Madrid (4:0). Und weder die Wechsel noch der Davies-Schock hemmten den Titelverteidiger, der schon am Dienstag bei Lok Moskau erneut in der Königsklasse ran muss.

Hohes Tempo, bissig in den Zweikämpfen, aufmerksam in der Abwehr - die Bayern dominierten das Spiel gegen eine keinesfalls wehrlose Eintracht. "Mitspielen macht nicht viel Sinn, weil sie die höhere Qualität haben", sagte deren Trainer Adi Hütter. Und tatsächlich blieben seiner Mannschaft um Startelf-Debütant Tuta, der den angeschlagenen Kapitän David Abraham ersetzte, oft nichts als lange Bälle. Diese sollte Bas Dost im Angriffsdrittel festmachen, was jedoch selten gelang.

Die Münchner Führung fiel nach einem Abstoß der Gäste. Kingsley Coman und Thomas Müller spielten gegen eine Frankfurter Überzahl Doppelpass, und Coman setzte Torschütze Lewandowski in Szene, der aus zwölf Metern eiskalt vollstreckte. Seinen zweiten Treffer erzielte der Pole nach einer Ecke von Joshua Kimmich per Kopf, den dritten nach einem Steilpass von Douglas Costa.

Vor Lewandowski hätten bereits Hernandez (53.), der sich sehr gut einfügte, und Coman (54.) erhöhen können. Die Eintracht gab sich zwar nie auf, brachte die von David Alaba mit viel Übersicht und wortgewaltig geführte Münchner Abwehr aber viel zu selten in Gefahr.

(ako/sid)