Eintracht Frankfurt. Das Trainer-Casting hat begonnen

Eintracht Frankfurt : Das Trainer-Casting hat begonnen

Bei Eintracht Frankfurt hat die Suche nach einem Nachfolger für den am Saisonende abwandernden Coach Armin Veh begonnen. In den nächsten Tagen soll aber erst einmal der Vertrag mit Leistungsträger Alexander Meier verlängert werden.

Nach dem Wirbel um den Abgang von Trainer Armin Veh hat Vorstandschef Heribert Bruchhagen die Profis von Bundesligist Eintracht Frankfurt zu höchster Konzentration aufgefordert. "Wir haben das Ziel Klassenerhalt noch lange nicht erreicht. Wir haben noch acht Wochen vor uns - voller intensiver Arbeit", mahnte Bruchhagen im Heimspiel des hr-Fernsehens.

Bereits am Samstag steht mit der Partie beim Hamburger SV (15.30 Uhr/Live-Ticker) das nächste wichtige Spiel für den Tabellen-Zwölften an, der derzeit sechs Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone hat.

Gut möglich, dass Eintracht-Sportdirektor Bruno Hübner bis dahin eine erfreuliche Nachricht verkünden kann: Alexander Meier, erfolgreichster Eintracht-Torjäger der letzten Spielzeiten, steht unmittelbar vor der Verlängerung seines im Sommer auslaufenden Vertrages.

Mehr Gehalt für Meier

Der 31-Jährige, der 2004 vom Hamburger SV an den Main gewechselt war, soll für weitere drei Jahre bei den Hessen bleiben. "Wir sind guter Dinge", sagte Hübner. Im Gegenzug stockt die Eintracht das Gehalt von Leitfigur Meier auf. Die Offensivkraft hat in 201 Bundesligaspielen 54 Treffer erzielt.

Derweil hat bei der Eintracht am Dienstag die Suche nach einem Veh-Nachfolger offiziell begonnen. Favorit scheint derzeit Ex-Nationalspieler Markus Babbel zu sein. Der 41-Jährige war am 3. Dezember 2012 bei 1899 Hoffenheim entlassen worden. Auch Andre Breitenreiter (40) könnte ein Kandidat sein. Der ehemalige Profi hat den Zweitligisten SC Paderborn in der laufenden Saison auf Platz drei geführt.

Jüngst hatte Babbel, der den VfB Stuttgart 2007 als Co-Trainer zusammen mit Veh zur deutschen Meisterschaft geführt hatte, in Frankfurt eine Woche hospitiert. Der Europameister von 1996 und frühere Profi von Bayern München hat auch schon Hertha BSC Berlin (2010/2011) trainiert.

Auch Schaaf ist ein Kandidat

Als weitere Anwärter auf den Posten von Veh, der seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag bei den Hessen wegen fehlender Perspektiven nicht verlängert, gelten der frühere Bremer Coach Thomas Schaaf, Bruno Labbadia, Michael Büskens sowie Kosta Runjaic. Der in Wien geborene und im hessischen Rüsselsheim aufgewachsene Runjaic trainiert derzeit den Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern.

Laut Hübner müsse der neue Mann für die Eintracht-Philosophie stehen und erfrischenden Offensiv-Fußball spielen lassen. Bis Montag hatten die Frankfurter Funktionäre nach eigenen Angaben noch keinen Kontakt zu einem möglichen Veh-Nachfolger aufgenommen. Bis vor ein paar Wochen hatten Hübner und Bruchhagen gehofft, den 53-jährigen Veh noch umstimmen zu können. "Wir haben alles dafür getan, damit er bleibt", sagte Bruchhagen dem SID.

Abwehrspieler Alexander Madlung verdeutlichte noch einmal, dass ihn besonders der Zeitpunkt der Ankündigung des Veh-Abschieds gewundert habe. "Es lag zwar die ganze Zeit etwas in der Luft, dass es dazu ein Statement geben würde, aber dass das jetzt nach so einem gewonnenen Heimspiel kam, war natürlich sehr überraschend", sagte der 31-jährige Madlung dem Hessischen Rundfunk. Am Sonntag hatten die Hessen gegen den VfB Stuttgart (2:1) gewonnen.

(sid)