DFL will notfalls gegen internationale Spiele am Wochenende klagen

Internationale Spiele am Wochenende : DFL-Boss Seifert will notfalls klagen

Sollten internationale Wettbewerbe am Wochenende ausgetragen werden, scheut sich die DFL nicht zu klagen. Das sagte Geschäftsführer Christian Seifert nun beim Neujahrsempfang.

DFL-Geschäftsführer Christian Seifert hat die internationalen Fußball-Verbände Fifa und Uefa deutlich vor weiteren Club-Wettbewerben gewarnt. „Wir beurteilen die möglicherweise weiter ausufernden Wettbewerbsideen sehr kritisch, dies bezieht sich vor allem auf eine Ausweitung internationaler Wettbewerbe an Wochenenden“, sagte der 49 Jahre alte Bundesliga-Macher beim Neujahrsempfang der Deutschen Fußball Liga am Dienstag in Frankfurt/Main. „Sollte diese rote Linie überschritten werden, dann werden wir auch juristische Schritte prüfen müssen. Die Wochenenden sind die Herzkammer des Fußballs.“

Internationale Spiele an Wochenenden, so Seifert, würden den Fußball „im Kern erschüttern“. Er lobte den FC Bayern München und Borussia Dortmund, die sich gegen eine Gründung einer europäischen Super Legaue ausgesprochen haben: „Das waren deutliche Worte, die man sonst in Europa nicht so vernommen hat.“

Auch andere europäische Spitzenfunktionäre hatten der Gründung einer Super League eine klare Absage erteilt. Der Chef der Europäischen Fußball-Union (Uefa), Aleksander Ceferin, hatte sie als „Fiktion oder ein Traum“ bezeichnet. Fifa-Chef Gianni Infantino steht derzeit wegen Enthüllungen über mögliche Verkäufe internationaler Wettbewerbe an private Investoren in der Kritik.

Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ hatte im vergangenen Jahr unter Berufung auf Dokumente der Plattform Fooball Leaks über Pläne einer von Real Madrid forcierten Abspaltung diverser Top-Clubs aus der Champions League berichtet.

(sef/dpa)
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