DFB bestätigt Brych zieht sich im Rekordspiel einen Kreuzbandriss zu

Update | Frankfurt am Main · Wie bitter! Rekordschiedsrichter Felix Brych hat sich ausgerechnet bei seinem 344. Bundesligaspiel einen Kreuzbandriss zugezogen. Das bestätigte der DFB am Sonntagmorgen.

 Bei diesem Sturz verletzte sich Felix Brych am Knie.

Bei diesem Sturz verletzte sich Felix Brych am Knie.

Foto: dpa/Arne Dedert

Schiedsrichter Felix Brych hat ausgerechnet in seinem Rekordspiel einen Kreuzbandriss erlitten. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) teilte die Diagnose am Sonntagmorgen mit. Der Münchner soll demnach „recht bald“ operiert werden, eine Ausfallzeit lasse sich noch nicht abschätzen.

„Es ist wie es ist. So ist das Leben. Jetzt stehe ich hier und habe den Rekord. Das freut mich auch. Andererseits bin ich auch down“, hatte Brych nach dem Bundesligaspiel zwischen Eintracht Frankfurt und dem VfB Stuttgart (1:2) bei Sky bereits gesagt. Dabei berichtete er bereits von einem Verdacht auf einen Kreuzbandriss.

„Ich dachte, das kann doch nicht wahr sein“, sagte Brych geknickt, ehe er sich zu weiteren Untersuchungen in die Uniklinik aufmachte. Sein Malheur beschrieb er so: „Ich bin weggeknickt, der Platz war rutschig.“ Auf Anraten der Ärzte und wegen der „schlechten Diagnose“ sei er dann in der Kabine geblieben. „Ich bin ein bisschen down“, bekannte er.

Schwengers kommt zum Bundesliga-Debüt

Am Samstag hatte Brych den Bundesliga-Einsatzrekord eingestellt - aber nur eine Halbzeit lang durchgehalten. Der 48-Jährige konnte bei seiner 344. Partie in der Eliteklasse wegen der Knieverletzung nicht weitermachen. In der 32. Minute war er weggeknickt, nachdem er bereits in der Anfangsphase im Rasen hängen geblieben war. Zunächst pfiff Brych nach einer Behandlung weiter, auf Anraten der Mediziner blieb er zur Pause jedoch in der Kabine.

Der Vierte Offizielle Patrick Schwengers (Travemünde) kam mit Wiederanpfiff nach vier Zweitligabegegnungen zu seinem Debüt im Oberhaus. Brych egalisierte die Bestmarke von Wolfgang Stark vom Mai 2017. Auf Platz drei liegt Markus Merk mit 338 geleiteten Partien.

„Ich bin natürlich stolz, weil diese Zahl auch eine gewisse Langlebigkeit ausdrückt“, sagte Brych vor der Partie über seine Bestmarke: „Weil wir Schiris nie wirklich etwas gewinnen können, definieren wir uns eben über solche Rekorde.“ Er habe niemals erwartet, dass Starks Bestmarke geknackt werde, betonte er: „Was er erreicht hat, ist genauso zu bewerten wie meine Leistung - egal, ob ich jetzt am Ende ein paar Spiele mehr haben werde.“

(SID/loy)
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