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Corona in der Bundesliga: Impfdurchbrüche laut Experten kein Grund zur Sorge

„Schutzwirkung exzellent“ : Impfdurchbrüche im Sport laut Experten kein Grund zur Sorge

Die steigenden Zahlen von Corona-Infektionen trotz Impfung wie in der Fußball-Bundesliga zuletzt bei Bayern Münchens Trainer Julian Nagelsmann oder Hoffenheims Spieler Christoph Baumgartner sind nach Ansicht von Experten kein Grund zur Beunruhigung.

„Es scheint mir, bei der Einordnung dieser Fälle liegen teilweise Missverständnisse in Bezug auf die Funktion und Effektivität von Impfungen vor“, sagte Nationalmannschaftsarzt Tim Meyer am Freitag auf der Webseite der Deutschen Fußball Liga DFL. „Trotz hoher Schutzwirkung schützen Impfungen in der Regel nicht zu 100 Prozent.“ Das würde sie auch bei anderen Erkrankungen nicht tun.

Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, zeigte sich nicht überrascht von den jüngsten Meldungen über positiv getestete Sportler. „Wir wissen mittlerweile ganz gut, dass die Effektivität der Impfung, was den Schutz vor einer Infektion angeht, schwächer ist als beim Schutz vor einer Erkrankung“, sagte er der „Süddeutschen Zeitung“ (Samstag).

Leif Erik Sander von der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Infektiologie und Pneumologie der Charité in Berlin betonte, „dass das Hauptziel der Impfung der Schutz vor Erkrankung, insbesondere vor schwerer Erkrankung ist“. Somit seien Impfdurchbrüche - Infektionen trotz Impfung - kein Argument zu sagen, „die Impfung funktioniere nicht“. Meyer ist ebenfalls überzeugt: „Nach aktuellem wissenschaftlichem Kenntnisstand ist die Schutzwirkung von Impfungen gegenüber schweren Verläufen exzellent und gegenüber Ansteckungen mindestens gut.“

In Deutschland steigt aktuell die Zahl der Corona-Fälle, auch unter Geimpften. Prominentestes Beispiel war zuletzt Trainer Nagelsmann, der am Mittwoch wegen seiner Infektion das Champions-League-Spiel seiner Bayern bei Benfica Lissabon (4:0) verpasst hatte. Auch im Bundesliga-Spiel am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen die TSG Hoffenheim wird er nicht an der Seitenlinie stehen.

(ako/dpa)