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Corona-Absage der Bundesliga: So geht es für die Teams in der spielfreien Zeit weiter

Absage wegen Coronavirus : Wie die Bundesligisten die spielfreie Zeit überbrücken

Die Spielpause der Bundesliga geht mindestens bis Anfang April. Für die Klubs eine ungewohnte Situation. Wir haben uns umgehört, wie die hiesigen Vereine die Corona-Krise ganz praktisch überbrücken.

Mindestens zwei spielfreie Wochen müssen die Bundesligisten nach der Unterbrechung der Ligen überbrücken. Ein Überblick wie es bei den Teams weitergeht:

Borussia Mönchengladbach will sich bestmöglich auf den Fall vorbereiten, dass tatsächlich ab dem 3. April wieder gespielt werden kann. Die Gladbacher würden am Freitag den Spieltag bei Werder Bremen eröffnen, bleiben daher weiter im Training. „Das Spiel in Bremen ist in drei Wochen, es macht also keinen Sinn, die Spieler jetzt für einen längeren Zeitraum in den Urlaub zu schicken. Wir müssen die Mannschaft gesund und fit halten und wir wollen gut vorbereitet sein, wenn wieder gespielt werden kann“, sagte Sportdirektor Max Eberl. Für Sonntag und Montag gab Trainer Marco Rose den Spielern frei, von Dienstag bis Donnerstag stehen vier Trainingseinheiten auf dem Programm, danach ist noch einmal drei Tage trainingsfrei. Alle Einheiten finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, es gibt keine Medien- und Sponsorentermine, außerdem haben die Spieler Verhaltensrichtlinien an die Hand gegeben bekommen, in denen ihnen unter anderem empfohlen wird, auf Restaurantbesuche zu verzichten.

Fortuna Düsseldorf hat im Vergleich mit den übrigen Bundesligisten vom Rhein zunächst eine zurückhaltendere Rolle eingenommen. „Das Team steht heute noch einmal auf dem Trainingsplatz“, hieß es am Samstag in einer Mitteilung des Vereins. „Am Sonntag und am Montag hat die Mannschaft frei. Danach wird entschieden, wie es mit dem Trainingsbetrieb weitergeht.“ Legt man den vorläufigen Zeitplan der DFL zugrunde, wäre das erste Ligaspiel des Tabellensechzehnten nach der Corona-Pause die Heimpartie gegen den FC Schalke 04 am Sonntag, 5. April, um 18 Uhr – doch so richtig daran glauben, dass so schnell wieder gespielt werden kann, tut in Düsseldorf eigentlich niemand. Fest steht jedenfalls, dass bei einer Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs die Einheiten unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfänden. Öffentliche Auftritte der Profis bei Sponsoren- und Medienterminen, Autogrammstunden oder Talkrunden entfallen bis auf Weiteres.

Bayer Leverkusen bereitet sich trotz der Corona-Krise auf das Heimspiel am 4. April gegen den VfL Wolfsburg vor – unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Bis Mittwoch ist aber erstmal trainingsfrei, um die Sitzungen der DFL am Montag in Frankfurt sowie die Telefonkonferenz der Uefa am Dienstag abzuwarten. „Wir wollen natürlich alle wissen, wie es weitergeht“, sagte Sportgeschäftsführer Rudi Völler in der Sport1-Sendung „Doppelpass“. Im Moment sei es zwar unrealistisch, dass die Bundesliga am 4. April fortgesetzt werde, „aber wir müssen uns vernünftig darauf vorbereiten, dass es weitergehen könnte.“ Insgesamt sei es wichtig, aus dem Corona-Thema „einen Tick Hysterie herauszunehmen“ und sich vernünftig zu verhalten: „Es muss ja irgendwann weitergehen, auch in der Gesellschaft insgesamt. Wir können uns jetzt nicht für Monate einsperren.“ Völler betonte zudem die Vorbildfunktion der Profis: „Wir haben den Spielern mitgegeben, nicht zu verreisen, nicht wegzugehen, sondern zu Hause zu bleiben, „um dabei zu helfen, das Virus in den nächsten Wochen einzudämmen.“

Borussia Dortmund Am Samstag hatte Lucien Favre seine Mannschaft ein letztes Mal zum gemeinsamen Training versammelt, anschließend entließ die Borussia seine Profis vorläufig in eine dreitägige Pause.

Schalke 04 Bei den Königsblauen standen zwei freie Tage am Wochenende auf dem Programm. Am Montag trifft sich das Team für einen Laktattest, der in Kleingruppen durchgeführt wird. Auf Basis der Ergebnisse werden individuelle Trainingspläne für die Spieler erstellt, die damit ins „Home-Office“ geschickt werden.

KFC Uerdingen/MSV Duisburg Die Drittligisten sind noch im normalen Trainingsbetrieb. Der DFB, unter dessen Dach die 3. Liga spielt, ist noch nicht so weit wie die DFL. Bisher wurden nur zwei Spieltage (28 und 29) abgesetzt. Und da eine Englische Woche geplant war, steht am kommenden Wochenende bis zur Stunde noch der 30. Spieltag auf dem Programm – der MSV erwartet Chemnitz, der KFC muss nach Magdeburg. Auch wenn damit gerechnet wird, dass der DFB eine längere Pause für notwendig erachtet und weitere Spieltage absetzt, so treffen sich die Spieler des KFC Uerdingen am Montagnachmittag zum Training. In der Hoffnung, dass dann Klarheit herrscht.

(RP)