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Champions League, Bundesliga und Co.: Dichter Terminplan in der Fußball-Saison

Gedankenspiele über neue Saison mit Zuschauern : Champions League, Bundesliga und Co. – kompliziertes Dickicht an Terminen

Die Champions League könnte im August mit einem Blitzturnier entschieden werden, zudem der Start der neuen Bundesliga-Saison Mitte oder Ende September erfolgen. Das könnte sich unter Umständen auch auf die Zuschauer auswirken.

Die Champions League im Schnelldurchgang, der Bundesliga-Auftakt erst im September - dann aber schon wieder mit Zuschauern? Im Hintergrund der noch laufenden Saison werkeln die Fußball-Bosse mit Hochdruck an einem Termingerüst für die kommenden Monate. Ergebnisse werden zwar frühestens Mitte Juni beschlossen, angebliche Gedankenspiele sickerten nun aber bereits durch.

So könnte einem Dokument der Europäischen Fußball-Union (Uefa) zufolge das Champions-League-Endspiel als "Taktgeber" für die weiteren Wochen am 29. August über die Bühne gehen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur AFP. "Die zuständige Arbeitsgruppe zieht alle Optionen in Betracht", teilte die Uefa auf SID-Anfrage mit, "das betrifft den Zeitplan sowie den Modus".

Dass nach den verbleibenden vier Achtelfinal-Rückspielen sämtliche Paarungen im üblichen Format mit Hin- und Rückspiel ausgetragen werden, ist aufgrund des engen Zeitfensters praktisch ausgeschlossen. Deshalb dürfte ein Blitzturnier der Königsweg sein, ausgetragen an einem Ort. Neben der portugiesischen Hauptstadt Lissabon wurde in Europas Medien auch München als Ersatzkandidat für den eigentlichen Finalort Istanbul gehandelt.

"Es ist noch keine Entscheidung gefallen. Das sollte aber am 17. Juni geschehen", hieß es von der Uefa mit Blick auf die an diesem Tag terminierte Sitzung des Exekutivkomitees. Den Funktionären um Uefa-Präsident Aleksander Ceferin und DFB-Vizepräsident Rainer Koch sind bezüglich des Finaltermins eigentlich die Hände gebunden, da sie dem Abschluss der Ligen die Priorität eingeräumt hatten.

Und weil in Spanien erst am 11. Juni wieder der Ball rollt, die englische Premier League am 17. Juni den Spielbetrieb nach der Coronapause neu aufnimmt und es in Italien sogar noch drei Tage später weitergeht, kann die europäische Königsklasse frühestens im August fortgesetzt werden. Ceferin hatte dieses Szenario ohnehin frühzeitig einkalkuliert.

"Wir haben eine Idee. Und wenn alles nach Plan verläuft, werden wir die Wettbewerbe im August beenden", sagte der Slowene zuletzt in einem Interview mit beIn Sports. Durch die späte Entscheidung der Champions League verschiebt sich zwangsläufig wohl auch der Start in die neue Bundesliga-Saison, der laut Rahmenterminkalender der Deutschen Fußball Liga (DFL) am 21. August hätte erfolgen sollen.

Die Bild am Sonntag berichtet nun von einem Plan, der den Startschuss sogar Ende September vorsieht - was aufgrund der unzähligen Termine eigentlich nur logisch ist. Denn in der ersten Septemberwoche stehen nach jetzigem Stand auch noch zwei Länderspiele an, und irgendwann müssen sich die Profis ja auch erholen und mit ihren Vereinen auf die neue Spielzeit vorbereiten.

Sollte diese tatsächlich Ende September beginnen, wären (bei einem entsprechenden Verlauf der Pandemie) eventuell sogar auch wieder Zuschauer im Stadion. Das glaubt zumindest der Mediziner Klaus-Dieter Zastrow. "Wenn die Infektionszahlen weiter runtergehen und sich bei 200 bis 300 Neuinfektionen pro Tag einpendeln", nannte er als Voraussetzung in der BamS.

Ähnliche Optionen hatten zuletzt auch die Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (Sachsen/CDU) und Stephan Weil (Niedersachsen/SPD) in Aussicht gestellt. Aber auch ihre Aussichten blieben wie so vieles zunächst nur: Gedankenspiele.

(ako/sid)