0:2 gegen Werder VfB auch mit Labbadia in der Krise

Stuttgart · Der VfB Stuttgart wartet weiter auf den ersten Liga-Sieg unter Trainer Bruno Labbadia. Gegen Werder Bremen verloren die Schwaben am Sonntag mit 0:2.

 Stuttgarts Trainer Bruno Labbadia gestikuliert.

Stuttgarts Trainer Bruno Labbadia gestikuliert.

Foto: dpa/Tom Weller

Pitschnass stand Bruno Labbadia im strömenden Regen. Immer wieder trieb er seine hilflose Mannschaft verzweifelt nach vorne - doch es half alles nichts. Der Trainer des VfB Stuttgart erlebte im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga die nächste herbe Enttäuschung. Nach dem verdienten 0:2 (0:0) gegen Werder Bremen verschärft sich die Krise bei den Schwaben auch unter Labbadia immer weiter.

Der Frust war entsprechend groß. „Natürlich sind wir enttäuscht, das war eine bittere Niederlage“, sagte Labbadia bei DAZN mit finsterer Miene. Es sei nun „wichtig, Ruhe zu bewahren und die Mannschaft aufzubauen“.

Das ist bitter nötig. „Wir haben die entscheidenden Momente verloren. Wir machen zu wenig Tore aus unseren Chancen, wir hätten noch einmal 90 Minuten spielen können und kein Tor gemacht. Daran müssen wir knallhart arbeiten“, schimpfte Verteidiger Waldemar Anton.

Nach dem glücklichen Einzug ins Pokal-Viertelfinale sollte es beim VfB auch in der Liga zur Wende kommen - doch es kam ganz anders. Der VfB, der auf den Relegationsplatz zurückfiel, blieb auch im vierten Ligaspiel unter Labbadia sieglos. Der Druck vor dem Baden-Württemberg-Derby beim SC Freiburg steigt.

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Werder beendete dagegen im siebten Anlauf seine Negativserie gegen den VfB und festigte seinen sicheren Platz im Mittelfeld. Jens Stage sorgte vor 48.000 Zuschauern in der 59. Minute für das umjubelte 1:0 der Bremer. Marvin Ducksch (77.) legte sehenswert nach und sicherte den ersten Sieg in Stuttgart seit zehn Jahren. „Wir hatten am Anfang ein bisschen Probleme, mit dem 2:0 können wir sehr zufrieden sein“, sagte Vorbereiter Niclas Füllkrug glücklich.

Der VfB startete nach dem Last-Minute-Pokalsieg in Paderborn (2:1) mit viel Selbstvertrauen. Nach einigen guten Chancen der Gastgeber in der Anfangsphase war es mit dem Elan aber auch schnell vorbei. Die Bremer gestalteten die Partie mehr und mehr offen und nutzten vor allem ihre wenigen Möglichkeiten eiskalt aus.

Beim 1:0 landete der Ball über Füllkrug glücklich bei Stage. Der traf zwar nicht richtig, dennoch hatte Florian Müller im VfB-Tor keine Abwehrchance. Als der VfB auf den Ausgleich drängte, schlenzte Ducksch nach Zuspiel von Füllkrug den Ball sehenswert ins Tor. Labbadia sprach von „zwei Sonntagsschüssen. Uns haben danach die Mittel gefehlt.“

(sid/stja)
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