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Bundesliga: RB Leipzig kommt beim VfL Wolfsburg nicht über 0:0 hinaus

0:0 in Wolfsburg : RB Leipzig lässt Punkte liegen

RB Leipzig hat im Kampf um die Meisterschaft erneut Punkte liegen gelassen. Beim 0:0 beim VfL Wolfsburg offenbarte das Team von Trainer Julian Nagelsmann erneut ungewohnte Schwächen in der Offensive.

Julian Nagelsmann stapfte genervt aufs Feld und klatschte mit seinen Spielern ab. Der neuerliche Rückschlag im Kampf um die Meisterschaft hatte dem Trainer von RB Leipzig die Laune gründlich verdorben. "Es war nicht mehr verdient als ein Punkt", sagte Nagelsmann nach dem 0:0 beim VfL Wolfsburg bei Sky: "Das war zu wenig für einen Sieg. Dieses Spiel gibt wenig Anlass zur Freude."

Statt den Druck auf Tabellenführer Bayern München zu erhöhen, könnte der Rekordmeister am Ende des 25. Spieltags bis auf fünf Punkte davonziehen. "Bayer Leverkusen ist nur noch drei Punkte von uns entfernt", sagte Nagelsmann, der bei Nachfragen zur Meisterschaft direkt abblockte: "Der Blick geht wie die ganze Saison schon nur auf die Top vier."

Vor allem die in der Hinrunde noch so starke Offensive um den angeschlagenen Torjäger Timo Werner lahmte erneut. "Wir spielen zu wenig Torchancen heraus, es waren genug interessante Szenen dabei", meinte Nagelsmann: "Aber dann waren wir zu ballunsicher. Wir haben zu viele Bälle verloren."

Sportdirektor Markus Krösche forderte eine klare Steigerung von seinem Team: "Wir müssen uns im Offensivbereich verbessern, wir haben auch nicht das Durchsetzungsvermögen, nicht den Punch, gehabt."

Am Ende war Wolfsburg dank der besseren Chancen dem Sieg sogar näher. "Es war mehr drin", sagte Maximilian Arnold daher: "Leider haben wir unsere Möglichkeiten nicht genutzt." Kurz vor dem Schlusspfiff hatte Xaver Schlager (89.) den Siegtreffer auf dem Fuß - er schoss aus guter Position recht deutlich vorbei.

Den Leipzigern fehlte dagegen Nationalspieler Werner merklich. Er nahm wir angekündigt in den ersten 60 Minuten nur auf der Reservebank Platz. Drei Tage vor dem Champions-League-Rückspiel gegen Tottenham Hotspur scheute Nagelsmann zunächst das letzte Risiko.

Ohne Werner fehlte Leipzig im Umschaltspiel das Tempo, es fiel den Niedersachsen nicht schwer, die Partie in dieser Phase offen zu gestalten. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit leitete ein gefährlicher Distanzschuss von Christopher Nkunku (30.) starke RB-Minuten ein. In der 37. Minute vergab Angelino freistehend, sechs Minuten später verzog Yussuf Poulsen.

Als auch nach einer Stunde immer noch nicht der überfällige Führungstreffer gelungen war, reagierte Nagelsmann und ersetzte den glücklosen Poulsen doch noch durch Werner. Zeitgleich musste der ebenfalls blasse Schwede Emil Forsberg den Platz verlassen.

Aber auch mit Werner auf dem Rasen ging das mühevolle Ringen um den entscheidenden Treffer für Leipzig erst einmal erfolglos weiter. Bei Standards tauchte immer wieder Dayot Upamecano gefährlich im Strafraum der Gastgeber auf. Den Torbann konnte er aber auch nicht brechen.

Statistik:

Wolfsburg: Casteels - Steffen (84. Roussillon), Knoche, Brooks, Paulo Otavio - Gerhardt, Arnold - Mehmedi (63. Joao Victor), Schlager, Brekalo (77. Klaus) - Weghorst. - Trainer: Glasner

Leipzig: Gulacsi - Klostermann, Upamecano, Halstenberg - Sabitzer, Laimer - Nkunku, Forsberg (60. Dani Olmo), Angelino (81. Lookman) - Schick, Poulsen (60. Timo Werner). - Trainer: Nagelsmann

Schiedsrichter: Daniel Schlager (Hügelsheim)

Tore: Fehlanzeige

Zuschauer: 27.195

Beste Spieler: Brooks, Arnold - Upamecano, Nkunku

Gelbe Karten: Paulo Otavio (2), Weghorst (5) - Laimer (6), Upamecano (5), Dani Olmo

Torschüsse: 16:15

Ecken: 4:4

Ballbesitz: 41:59 %

Zweikämpfe: 139:112

Hier geht es zur Bilderstrecke: Wolfsburg - Leipzig: die Bilder des Spiels

(old/sid)