1. Sport
  2. Fußball
  3. Bundesliga

Bundesliga: Kölns Trainer Steffen Baumgart ist nicht begeistert vom Modeste-Wechsel

„Geht mir auf die Eier“ : Baumgart verärgert über Zeitpunkt von Modeste-Wechsel

Steffen Baumgart hat wegen des Zeitpunkts des bevorstehenden Wechsels von Anthony Modeste vom 1. FC Köln zu Borussia Dortmund nicht gerade die beste Laune. Der Trainer hatte den Angreifer deshalb aus dem Kader gestrichen.

Anthony Modeste steht wegen seines fast sicheren Wechsels zu Vize-Meister Borussia Dortmund im ersten Liga-Spiel der Fußball-Bundesliga nicht im Kader des 1. FC Köln. „Es ist nicht fix, aber es gibt eine mündliche Einigung. Und deshalb ist er aus meiner Sicht - und deshalb habe ich auch das so entschieden - nicht mehr dabei“, sagte Kölns Trainer Steffen Baumgart im Streamingdienst Dazn vor der Partie am Sonntag gegen Schalke 04. „Da gibt es eine klare Kante.“

Modeste habe seine Entscheidung zu akzeptieren, betonte Baumgart. Mit dem Franzosen habe er nicht geredet. „So gut war meine Laune nicht“, sagte der Trainer. Er werde sich am Montag mit ihm unterhalten. „Jeder kann sich vorstellen, dass das für uns vom Zeitpunkt her auch grenzwertig ist.“ Dass Modeste der Mannschaft fehlen werde, sei klar.

Nach dem Spiel legte Baumgart noch einmal nach und machte seinem Ärger Luft: „Dass es heute am Spieltag rauskommt, das ist es, was mich ankotzt“, sagte Baumgart nach dem 3:1-Auftaktsieg gegen Aufsteiger FC Schalke 04.

„Es hat auch mit Fairplay zu tun, dass man das unter dem Deckel hält und nicht großkotzig daherredet. Das ist das, was mir auf die Eier geht“, schimpfte Baumgart: „So sind wir vier Stunden vor dem Spiel in eine schwierige Situation gekommen, und ich habe die Arschkarte, weil ich zu Tony persönlich ein gutes Verhältnis habe und die Entscheidung treffen muss, den Jungen, der gerne gespielt hätte, rauszunehmen.“

Er wolle nicht beurteilen, durch wen der bevorstehende Transfer, der am Montag finalisiert werden soll, rausgekommen ist. „Es ist egal, ob es aus Tonys Umfeld kam, von uns oder von Dortmund“, sagte Baumgart: „Aber ich bin mir relativ sicher, dass es von uns nicht gekommen ist, weil wir uns nicht selbst schaden.“ Er wolle niemanden beschuldigen, „aber es war ja nie einer. Trotzdem kommt es raus. Und irgendwer wird es schon gewesen sein.“

(stja/dpa)