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Bundesliga: Diese Profis können nach der Corona-Krise im Saison-Endspurt dabei sein

Verletzungen auskuriert : Diese Profis können nach der Zwangspause im Saison-Endspurt dabei sein

Am 16. Mai startet die Fußball-Bundesliga wieder. Die Corona-Zwangspause hatte für einige Spieler auch Vorteile: Sie konnten Verletzungen auskurieren und wären nun wieder einsatzbereit.

Robert Lewandowski ist schon seit einem Monat wieder voll bei der Sache. Zunächst nur auf Abstand zu seinen Mannschaftskollegen, mittlerweile auch bei Zweikämpfen. Heißt: Wenn die Bundesliga am Wochenende ihren Neustart wagt, wird er zur Verfügung stehen. Gut für Bayern München, schlecht für die Konkurrenz. Bei einem normalen Saisonverlauf hätte Lewandowski wegen des Anbruchs der Schienbeinkante im linken Sprunggelenk wohl insgesamt sieben Spiele verpasst - darunter die Topduelle gegen Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen.

Vor der Unterbrechung des Spielbetriebs fehlte Lewandowski in den Spielen gegen Hoffenheim (6:0) und Augsburg (2:0), für ein Comeback in Leverkusen am 18. April wäre es zeitlich wohl sehr knapp geworden. Geht nun alles glatt, kann Lewandowski, der in der vergangenen Woche Vater einer zweiten Tochter wurde, die entscheidende Phase der Meisterschaft prägen: Erst am Sonntag bei Union Berlin (18.30 Uhr/Sky), danach unter anderem beim Klassiker in Dortmund (26. oder 27. Mai). In seinen bislang 23 Saisonspielen hat er bereits 25 Tore erzielt.

Lewandowski ist nicht der Einzige, für den die grundsätzlich tragischen Umstände persönlich betrachtet auch eine positive Seite haben, der gewissermaßen Glück im Unglück hat. Richtig glücklich sind sie unter anderem in Leverkusen: Sven und Lars Bender, Nadiem Amiri und Lucas Alario fehlten der Werkself vor dem Beginn der Zwangspause verletzt, jetzt könnten sie für den Neubeginn am Montag bei Werder Bremen eine Option sein. Bremen wiederum darf hoffen, dass Philipp Bargfrede und Ömer Toprak im den restlichen neun Spielen noch eingreifen können.

Bargfrede und Toprak hätten bei normalem Saisonverlauf wohl nicht mehr zur Verfügung gestanden. Ebenso wenig Kevin Kampl: Nun aber ist der Leistungsträger von RB Leipzig, der bislang nur auf 193 Saisonminuten in der Liga kam, nach immerhin acht Wochen Spielpause für den Wiederbeginn am Samstag gegen den SC Freiburg (15.30 Uhr/Sky) einsatzbereit. Zumindest noch ein Spiel abwarten muss Josuha Guilavogui: Der Kapitän des VfL Wolfsburg fällt auch für das Spiel beim FC Augsburg aus, seine Rückkehr nach Kniebeschwerden im weiteren Verlauf der Saison ist freilich nicht ausgeschlossen.

Schalke 04, das auch wegen zahlreicher Verletzungen seine letzten sieben Punktspiele vor der Zwangspause nicht gewinnen konnte, bekommt nach der Spielpause wichtiges Personal zurück. "Wenn dieser Situation überhaupt etwas Positives abzugewinnen ist, dann für mich", sagte Daniel Caligiuri bereits vor knapp zwei Wochen. Er ist ebenso wieder im Mannschaftstraining wie Suat Serdar und Salif Sane und damit auch eine Option für das Revierderby am Samstag bei Borussia Dortmund (15.30 Uhr/Sky). Alle drei hätten am ursprünglichen Termin (14. März) gefehlt.

Marco Reus dagegen muss im Heimspiel gegen Schalke passen. Seit dem 4. Februar hat er nicht mehr gespielt. Doch durch die Corona-bedingte Pause hat er nun die Chance, in dieser Saison noch einmal eingreifen zu können. "Ich bin im Soll", sagte er vor einer Woche beim TV-Sender Nitro und ergänzte: Zwei, drei Wochen noch, dann sei er wieder dabei. Könnte reichen für das Duell gegen den FC Bayern. Dumm nur: Im Training haben sich nun Aksel Witsel und Emre Can verletzt. Fraglich, ob sie am 26./27. Mai zum deutschen Klassiker wieder fit sind.

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(sid/old)