Werder weiter ohne Tor Freiburg gewinnt in letzter Sekunde gegen Bremen

Freiburg · Der SV Werder Bremen kassiert im zweiten Spiel die zweite Niederlage: Beim SC Freiburg erzielte Maximilian Philipp spät den entscheidenden Treffer für die Breisgauer.

 Freiburgs Maximilian Eggestein (l) in Aktion gegen Bremens Romano Schmid (r).

Freiburgs Maximilian Eggestein (l) in Aktion gegen Bremens Romano Schmid (r).

Foto: dpa/Tom Weller

Werder Bremen hat den Saisonstart endgültig verpatzt. Das Team von Trainer Ole Werner verlor trotz couragiertem Auftritt beim SC Freiburg mit 0:1 (0:0) und feierte nach Pokal-Aus und der Auftaktklatsche gegen die Bayern wieder kein Erfolgserlebnis. Saisonübergreifend warten die Norddeutschen bereits seit acht Pflichtspielen auf einen Sieg.

Rückkehrer Maximilian Philipp (90.+6) gelang der goldene Treffer und sorgte für einen Traumstart mit zwei Siegen in zwei Spielen. Nur einmal (2019) zuvor war der Sport-Club in seinen 23 Bundesliga-Spielzeiten mit sechs Punkten gestartet. Werder machte aus seinen aussichtsreichen Umschaltaktionen zu wenig, im letzten Drittel fehlten Niclas Füllkrug und Co. die Zielstrebigkeit.

Er erwarte „ein ganz anderes Spiel“ als beim 0:4 gegen die Bayern, kündigte Werner bei Sky an: „Das ist eine Spitzenmannschaft. Aber wir müssen unsere Lösungen auf den Platz bringen und Räume finden.“ Das gelang in der Anfangsphase auch ein ums andere Mal, vor allem der umtriebige Mitchell Weiser machte über die rechte Seite viel Betrieb. Beim Sport-Club machte sich dabei das Fehlen von Linksverteidiger Christian Günter (angebrochener Unterarm) bemerkbar.

Die Freiburger leisteten sich ungewohnte viele Fehler im Spielaufbau, luden Werder so zu einigen Umschaltaktionen ein. Doch die Norddeutschen spielten diese ohne Königstransfer Naby Keita nicht zielstrebig zu Ende. Stattdessen tauchte Sallai plötzlich frei am Sechzehner auf. Jiri Pavlenka parierte erst den strammen Flachschuss und schmiss sich dann noch stark in den Nachschuss von Grifo (23.).

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Auch nach dem Wechsel spielte Bremen vor 34.700 Zuschauern weiter mutig mit, agierte vor dem Tor allerdings zu kompliziert. Bei einem der wenigen Abschlüsse zielte Jens Stage Zentimeter zu hoch (51.). Freiburg hatte mehr Ballbesitz, bemühte sich um Spielkontrolle - und agierte nun auch zwingender. Grifo legte per Kopf ab auf Sallai, doch erneut rettete Pavlenka beim Abschluss aus fünf Metern ebenso überragend wie beim Nachschuss von Höler.

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Auf der Gegenseite klärte Lukas Kübler bei einem Füllkrug-Volley nach Ecke auf der Linie. Beide Teams spielten auf Sieg, Freiburg erarbeitete sich in der Schlussphase Vorteile. Philipp (68.) zielte aus spitzem Winkel ans Außennetz, der eingewechselte Michael Gregoritsch (76.) verzog freistehend aus fünf Metern und Nicolas Höfler köpfte nach einer Ecke an die Latte (90.+1). Dann schoss Philipp volley ein.

(sid/stja)
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