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Bundesliga, 28. Spieltag: FC Bayern München bei Sieg beim SC Freiburg zwischenzeitlich mit zwölf Spielern

Bundesliga kompakt : Wechselfehler bei Bayern-Sieg wirft Fragen auf – Bochum überrascht

Der FC Bayern löst die Aufgabe beim SC Freiburg am Ende souverän – zwischenzeitlich spielte der Rekordmeister aber mit zwölf Mann auf dem Feld. Unzweifelhaft war dagegen der Sieg des VfL Bochum bei der TSG Hoffenheim.

Arminia Bielefeld - VfB Stuttgart 1:1 (0:1)

Der VfB Stuttgart hat weitere Big Points im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga verpasst. Durch das 1:1 (1:0) im Kellerduell bei Arminia Bielefeld blieb das Team von Trainer Pellegrino Matarazzo zum vierten Mal in Folge ungeschlagen, liegt aber weiterhin nur einen Punkt vor Abstiegsrang 17. Frank Kramers Arminia gelang nach vier Pleiten zumindest ein Teilerfolg.

Torjäger Sasa Kalajdzic per Handelfmeter (25.) hatte den VfB vor 26.011 Zuschauern in der SchücoArena in Führung gebracht, Florian Krüger (60.) glich aus. Damit hat Stuttgart aus den vergangenen vier Spielen acht Punkte geholt, während die Arminia seit Mitte Februar auf einen Sieg wartet.

SC Freiburg - Bayern München 1:4 (0:0)

Rekordchampion Bayern München hat im dichten Schwarzwälder Schneegestöber einen kühlen Kopf bewahrt und auch dank Traum-Comebacker Leon Goretzka einen Meilenstein in Richtung erfolgreicher Titelverteidigung geschafft. Das Team von Trainer Julian Nagelsmann gewann das Spitzenspiel beim SC Freiburg mit 4:1 (0:0) und braucht damit für die zehnte Meisterschaft in Serie nur noch maximal zwölf Punkte aus sechs Spielen. Allerdings: Die Münchner hatten für wenige Sekunden zwölf Mann auf dem Feld.

Referee Christian Dingert unterbrach das Spiel für mehrere Minuten, ehe er die Begegnung mit einem Schiedsrichter-Ball wieder fortsetzen ließ. Offenkundig hatten die Freiburger Dingert auf den möglichen Regelverstoß aufmerksam gemacht, nachdem die eingewechselten Marcel Sabitzer und Niklas Süle das Feld betreten hatten. „Mir ist aufgefallen, dass Niki reinkommt und keiner rausgeht“, sagte SC-Verteidiger Nico Schlotterbeck dem TV-Sender Sky.

Die Bayern führten zu diesem Zeitpunkt bereits 3:1. Sabitzer traf in der Nachspielzeit noch zum 4:1-Endstand. „Ich müsste es auch noch mal in Ruhe anschauen“, sagte Freiburgs Sportvorstand Jochen Saier. Am Spielfeldrand hatte es intensive Diskussionen zwischen den Bayern-Verantwortlichen und dem Schiedsrichter-Gespann gegeben.

Inwiefern der Vorfall Konsequenzen haben könnte, war zunächst unklar. „Das kann ich nicht beurteilen“, sagte Saier.

Goretzka (58.) traf bei seinem ersten Einsatz nach 119 Tagen per Kopf (58.). Nach dem Ausgleich von Nils Petersen (63.) retteten Blitz-Joker Serge Gnabry (73.), Kingsley Coman (82.) und Marcel Sabitzer (90.+6) die Generalprobe vor dem Hinspiel im Champions-League-Viertelfinale am Mittwoch beim FC Villarreal. Für die Mannschaft von Coach Christian Streich bleiben die seit sechs Spielen ungeschlagenen Münchner der Angstgegner, nur eins der letzten 37 Bundesliga-Duelle gewannen die Breisgauer. Trotz des Rückschlags bleibt der SC auf Europapokalkurs.

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Eintracht Frankfurt - Greuther Fürth 0:0

Rückschlag vor dem "Jahrhundertspiel": Eintracht Frankfurt hat vor dem Kracher gegen den FC Barcelona in der Europa League einen unerwarteten Dämpfer kassiert. Der Fußball-Bundesligist kam vor großer Kulisse gegen Schlusslicht SpVgg Greuther Fürth nicht über ein torloses Remis hinaus. Die Vorfreude auf das Viertelfinale gegen den spanischen Topklub wird getrübt.

Der Mannschaft von Cheftrainer Oliver Glasner fehlte es vor 50.500 Zuschauern gegen den leidenschaftlich verteidigenden Abstiegskandidaten an Durchschlagskraft. Mit 39 Punkten verbleibt Frankfurt auf Rang neun. Vor dem ersehnten Hinspiel gegen Barcelona am Donnerstag (21.00 Uhr/RTL) dürfen sich die Hessen aber dennoch Hoffnungen auf ein weiteres Jahr im internationalen Wettbewerb machen.

Die Gäste aus dem Frankenland stehen trotz des Punktgewinns vor dem direkten Wiederabstieg. Nach nur drei Siegen aus 28 Spielen und dem erst zweiten Punkt in fremden Stadien liegt das Kleeblatt abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz. Mit 16 Zählern beträgt der Rückstand auf den Relegationsplatz bereits zehn Zähler.

1899 Hoffenheim - VfL Bochum 1:2 (0:1)

Angeführt von Doppelpacker Takuma Asano hat der VfL Bochum der TSG Hoffenheim einen weiteren herben Dämpfer im Kampf um die Europacup-Teilnahme verpasst. Die Kraichgauer, die zuletzt bereits bei Hertha BSC verloren hatten, unterlagen am 28. Spieltag der Fußball-Bundesliga 1:2 (0:1) gegen den Aufsteiger.

Unter den Augen von Bundestrainer Hansi Flick traf der bärenstarke Asano von WM-Vorrundengegner Japan zum ersten Mal doppelt in der Bundesliga (28. und 59.) - beide Tore wurden von VfL-Torhüter Manuel Riemann vorbereitet. Die Bochumer sind ihrem Ziel Klassenerhalt ein großes Stück näher gekommen sind. Der deutsche Nationalspieler David Raum war für die TSG erfolgreich (54.).

Für die Bochumer war es die erste Partie nach dem Becherwurfskandal. Am Donnerstag hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen einen 38 Jahre alten Tatverdächtigen wegen gefährlicher Körperverletzung erhoben.

Im Spiel des VfL am 18. März gegen Borussia Mönchengladbach war Schiedsrichter-Assistent Christian Gittelmann von einem Bierbecher am Kopf getroffen worden. Die abgebrochene Begegnung wurde inzwischen mit 2:0 für Gladbach gewertet.

Bayer Leverkusen - Hertha BSC 2:1 (2:1)

Hoffnungsträger Felix Magath hat bei seinem Comeback als Chefcoach auf der Trainerbank von Hertha BSC gleich einen Rückschlag im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga hinnehmen müssen. Zwei Wochen nach seinem Debütsieg gegen die TSG Hoffenheim aus dem Homeoffice unterlag der 68-Jährige mit den Berlinern am Samstag dem Tabellendritten Bayer Leverkusen mit 1:2 (1:2) und steckt mit seinem Team weiterhin in der Abstiegszone fest.

Die ersatzgeschwächte Bayer-Elf, die zuvor in fünf Pflichtspielen nur einmal gewann, festigte den dritten Tabellenplatz und untermauerte den Anspruch auf die Teilnahme an der Champions League. Vor 23 557 Zuschauern in der BayArena erzielten am Samstag Lucas Alario (35. Minute) und Karim Bellarabi (40.) die Treffer für Bayer, Vladimir Darida (42.) traf für die Gäste.

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Borussia Dortmund - RB Leipzig 1:4 (0:2)

Lehrstunde statt Fußballfest - die lang ersehnte Rückkehr der Fans hat Borussia Dortmund nicht zum erhofften Feiertag und zu einem Erfolgserlebnis über den Erzrivalen aus Leipzig verholfen. Vor 81 365 Zuschauern im erstmals seit über zwei Jahren ausverkauften Signal Iduna Park musste das Team von Trainer Marco Rose im Topspiel der Fußball-Bundesliga am Samstag nach Treffern von Konrad Laimer (21./30.), Christopher Nkunku (57.) und Dani Olmo (86.) ein bitteres 1:4 (0:2) hinnehmen. Donyell Malens Tor (84.) war für die Hausherren viel zu wenig.

Zwar bleibt der BVB auf Rang zwei, verspielte aber bei nun neun Punkten Rückstand auf den FC Bayern die wohl letzte Minimalchance auf den Titel. „Wir wissen auch, dass es am Ende nicht gut war. Aber man muss nicht so tun, als wären wir 4:1 an die Wand gespielt worden“, sagte BVB-Abwehrchef Mats Hummels. Dagegen setzten die Leipziger ihren Höhenflug mit nunmehr zehn Pflichtspielen ohne Niederlage fort und festigten Rang vier. „Wir haben es sehr gut gemacht, es war hochverdient“, lobte Trainer Domenico Tedesco.

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(dpa/sid/dpa)