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Bundesliga 2018/19: Borussia Dortmund kennt keine Gnade

Der 5. Spieltag im Rückblick : Dortmund kennt keine Gnade

Der fünfte Spieltag der Fußball-Bundesliga ist vorbei. Was bleibt davon übrig? Zum Beispiel eine klare Ansage aus Dortmund. Fünf Dinge zum Spieltag.

Welches Tor war das schönste? Wer hat das größte Ausrufezeichen gesetzt? Wir blicken auf den 5. Spieltag zurück.

Das schönste Tor

Den Treffer des Tages hat der kleine Bruder von Mario Götze geschossen. Felix Götze traf gegen den FC Bayern München. Warum ausgerechnet diese Hütte die schönste war? Gründe dafür gibt es viele: Augsburg hat dem großen FC Bayern durch das Tor unerwartet zwei Punkte abgeknüpft (und so die Meisterschaft ansatzweise spannend gehalten), Felix Götze hat eine Bayern-Vergangenheit, und für alle, die es schnulzig mögen: Der kleine Götze widmete den Treffer seinem großen Bruder Mario, der beim BVB in einer dicken Krise steckt.

Größtes Ausrufezeichen

Muss die Liga Angst bekommen? Wenn man den Worten von Lucien Favre lauscht, lautet die Antwort: Ja. Borussia Dortmund hat den 1. FC Nürnberg mit sieben Treffern nach Hause geschickt. Es war der höchste Sieg der Dortmunder seit 32 Jahren. Und was sagt der BVB-Trainer nach dem Spiel? Es brauche Zeit, eine Mannschaft zu formen. Dortmund will noch mehr, die Mannschaft ist jung und entwicklungsfähig – und hat das Ausrufezeichen des Spieltags gesetzt.

Größte Enttäuschung

Niemand war enttäuschter als die geprügelten Nürnberger. In Dortmund kann man als Aufsteiger verlieren, sieben Tore allerdings sind zu viel. Sehen auch die Spieler so. „Das tut richtig weh. Man hat gesehen, dass wir noch nicht die nötige Reife haben“, sagte Abwehrspieler Georg Margreitter. „Das war der bitterste Abend meiner bisherigen Karriere. Wir waren von Beginn an ängstlich. Ich weiß nicht, woran es lag. Vielleicht an der Kulisse, vielleicht an den großen Namen“, klagte Abwehrspieler Lukas Mühl. Trainer Michael Köllner wird ein paar Tage brauchen, seine Truppe wieder aufzurichten. Dumm, dass es schon am Wochenende weitergeht.

Die größte Überraschung

Heißt SC Freiburg. Erst schlugen die Breisgauer auswärts den VfL Wolfsburg, der bis dahin stark gestartet war, nun schlugen sie daheim den FC Schalke 04 mit 1:0. Gut, die Schalker stehen gerade etwas neben sich, dennoch werden die Freiburger diesen Erfolg nicht einkalkuliert haben. Man muss sagen: Freiburg hätte sich nicht beschweren dürfen, wenn das Spiel anders ausgegangen wäre. Schalke traf unter anderem zweimal den Pfosten.

Größter Held

Er sorgte für den zweiten Sieg der Werkself in Folge: Kevin Volland traf beim Spiel der Leverkusener in Düsseldorf doppelt. Leverkusen scheint seine Krise auch dank der Tore Vollands überwunden zu haben. Zuletzt hatte der 26-Jährige zweimal auf der Bank Platz nehmen müssen, gegen Düsseldorf war er in die Startelf zurückgekehrt. Nette Bewerbung für mehr, Herr Volland.