Bundesliga 2017/18: So sind die 18 Vereine durch den Winter gekommen

Am Freitag beginnt die Bundesliga-Rückrunde: So sind die 18 Vereine durch den Winter gekommen

Eine der kürzesten Winterpausen der Bundesliga-Geschichte geht zu Ende. Knapp eine Woche bleibt den Vereinen für den sogenannten Feinschliff vor dem Rückrundenstart. Eine kleine Bestandsaufnahme bei den 18 Klubs.

Bayern München (41 Punkte/37:11 Tore) Der Meister macht weiter, wo er in der Hinrunde aufgehört hat. Im Testspiel gegen das international drittklassige Al-Ahli gab es einen lockeren 6:0-Erfolg. Unter den Torschützen war der als Ersatz für Robert Lewandowski verpflichtete Sandro Wagner. "Es macht großen Spaß, mit der Mannschaft zu arbeiten", stellte Trainer Jupp Heynckes fest. Das wird so bleiben.

Schalke 04 (30/28:21) Die Gelsenkirchener starten voller Demut. "Die Bayern soll jagen, wer will", sagte Aufsichtsratschef Clemens Tönnies der "Welt am Sonntag". Den Platz im internationalen Geschäft plant der Tabellenzweite aber fest ein. Es spricht nichts dagegen.

Borussia Dortmund (28/39:24) Zur Sprachregelung gehören bei Borussia Dortmund Lobeshymnen für Trainer Peter Stöger. "Er ist sehr, sehr begeisternd", sagte Weltmeister Mario Götze im spanischen Trainingslager, "ich bin überzeugt, dass er uns voranbringen wird." Das ist sicher, auch wenn wieder Wechselgerüchte um Pierre-Emerick Aubameyang die Runde machen.

Bayer Leverkusen (28/34:23) In den Testspielen offenbarte der Vierte bekannte Stärken und bekannte Schwächen. Er beeindruckte im Angriff, war aber nicht effektiv. Das muss im Blick auf das Auftaktspiel gegen die Bayern am Freitag besser werden. Die Werkself steht dennoch vor einer guten Rückrunde.

RB Leipzig (28/27:25) Der Vizemeister von 2017 gewann gegen Dukla Prag mit 2:0 (Tore durch Palacios-Martinez und Bruma). Der Österreicher Marcel Sabitzer war nach Schulterverletzung wieder dabei. Ob die Pause reichte, neue Kraftreserven zu schaffen, ist fraglich.

Borussia Mönchengladbach (28/27:28) Die Elf vom Niederrhein plagt sich weiter mit Verletzungssorgen. Dabei hat sich die Borussia doch vorgenommen, zu mehr Konstanz zu finden. Wenn ihr das gelingt, ist sie am Ende oben dabei.

1899 Hoffenheim (26/27:22) Bei der Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann läuft es noch nicht. Immerhin trafen beim Test gegen den niederländischen Erstligisten Excelsior Rotterdam die Stürmer Serge Gnabry und Mark Uth. Das Team leistete sich viele Nachlässigkeiten.

Eintracht Frankfurt (26/20:18) Trainer Niko Kovac wird beim FC Bayern als Nachfolger von Heynckes gehandelt. Frankfurts Manager Fredi Bobic macht das nicht nervös. Der Coach habe gewiss das Zeug dazu, sagte Bobic im Sport1-Doppelpass, "aber er hat Bock, hier etwas zu bewegen". Das hat er schon. Wenn die Form stabil bleibt, kann Frankfurt die Europa-Plätze angreifen.

FC Augsburg (24/27:23) Philipp Max, den viele als Linksverteidiger in der Nationalmannschaft sehen, verpasste ein paar Einheiten wegen einer Erkältung. Zum Start gegen den HSV ist er aber dabei. Augsburg geht ohne nervliche Qual in die Rückrunde. Das Team kann nur weiter gewinnen.

Hertha BSC (24/26:25) Beim Wintercup in Bielefeld belegte das Team den letzten Platz. Das sorgt nicht für beste Stimmung. Aber weder das 0:1 gegen Hannover noch das 1:4 gegen Köln nach Elfmeterschießen war eine dramatische Schlappe.

Hannover 96 (23/24:26) Weniger Sorgen als die sportliche Form macht den Hannoveranern der schwelende Streit zwischen den organisierten Fans und dem Klubchef Martin Kind. Der alberne Stimmungsboykott wird "96" in die Rückrunde begleiten. Den Leistungen hat er bis jetzt nicht geschadet.

VfL Wolfsburg (19/21:21) Die Unentschieden-Könige aus Niedersachsen (zehn Remis) müssen dringend gewinnen, wenn sie nicht der Absteiger mit dem höchsten Etat werden wollen. Positive Nachricht: Das Testspiel gegen Dynamo Dresden gewann der VfL mit 2:1.

SC Freiburg (19/17:31) Nils Petersen hat sich über Langeweile im Profi-Fußballer-Leben beklagt. Ergebnis: Er bekam Bücher, Eintrittskarten für Museen, Einladungen zu Veranstaltungen. Wenn er nebenbei noch Zeit für ein paar Törchen hat, klappt's mit dem Klassenerhalt.

VfB Stuttgart (17/13:21) Mario Gomez hat in Stuttgart zum Einstand getroffen. Er trug neben Ailton zum 2:1-Testsieg über Twente Enschede bei. So darf's weitergehen.

Mainz 05 (17/19:28) Auch der Mainzer Heimkehrer Anthony Ujah traf im ersten Spiel beim 2:1 in St. Gallen. Er wird künftig von der Zusammenarbeit mit Nigel de Jong profitieren. Der Neue aus Holland ist nicht so sehr Torjäger, sondern eher ein Mann der harten Abwehrkunst.

Werder Bremen (15/13:20) Die Bremer mussten ein Testspiel absagen, weil sie zu viele Verletzte hatten. "Wir haben aber die Hoffnung, dass sie zum Start gegen Hoffenheim wieder dabei sind", sagte Sportchef Frank Baumann. Dann ist's ja gut.

Hamburger SV (15/15:25) Große Hoffnungen auf große Zeiten macht Trainer Markus Gisdol seinem Team nicht. "Man muss akzeptieren, dass man zum unteren Drittel der Liga gehört", sagte er dem "Hamburger Abendblatt". Endlich mal einer mit Realitätssinn beim HSV.

1. FC Köln (6/10:32) Zumindest die lebende Kölner Legende Lukas Podolski hat den Glauben an den Klassenerhalt noch nicht aufgegeben. Die erste Station auf dem Weg zum Wunder ist das Heimspiel gegen Gladbach. Eine Zwischenetappe war der Wintercup-Sieg in Bielefeld. Vielleicht hat Podolski zugeschaut.

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(pet)