Bundesliga kompakt FC Bayern deklassiert Bremen - Stuttgart jubelt spät

Düsseldorf · Der FC Bayern München überrollt den bemitleidenswerten Aufsteiger Werder Bremen. Der Rekordmeister schenkt den Norddeutschen ein halbes Dutzend ein. Im Keller feiert der VfB Stuttgart einen Last-Minute-Sieg.

 Die Bayern bejubeln einen Treffer.

Die Bayern bejubeln einen Treffer.

Foto: AP/Matthias Schrader

Bayern München - Werder Bremen 6:1 (4:1)

Nach einer Tore-Show seiner Fußball-Nationalspieler um den herausragenden Serge Gnabry ist der FC Bayern auf dem besten Weg, als Nummer 1 in die lange WM-Pause zu gehen. Bundestrainer Hansi Flick dürfte am 6:1 (4:1) der Münchner am Dienstagabend gegen Werder Bremen dank der vielversprechenden Turnierform seiner Leistungsträger viel Freude gehabt haben. Neben Dreifachtorschütze Gnabry (22./28./82. Minute) sorgten Jamal Musiala (6.), Leon Goretzka (26.) und der eingewechselte Mathys Tel (84.) für viel Jubel der 75 000 Zuschauer im letzten Bayern-Heimspiel des Jahres.

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Foto: AP/Martin Meissner

Beim Fließbandschützen Eric Maxim Choup-Moting endete dagegen der Torlauf, als der Angreifer mit einem Foulelfmeter an Bremens Torhüter Jiri Pavlenka scheiterte (18.). Für die naiv verteidigenden Gäste erzielte Anthony Jung (10.) den zwischenzeitlichen Ausgleich. Der neunte Pflichtspielsieg in Folge, mit dem die Münchner ihre Tabellenführung erfolgreich verteidigten, geriet aber zu keiner Zeit in Gefahr.

„Wir hatten eine Ergebniskrise, haben aber an unsere Stärke geglaubt. Deswegen kann man jetzt davon sprechen, dass wir uns in den letzten Wochen in einen Flow gespielt haben“, sagte Goretzka bei Sat1. Joshua Kimmich fand vor allem die erste Halbzeit gegen Bremen „sehr spektakulär. Da haben wir sehr zielstrebig nach vorne gespielt und hätten noch mehr Tore schießen können“.

Anderthalb Wochen vor dem WM-Start musste Bayern-Starzugang Sadio Mané nach 20 Minuten angeschlagen ausgewechselt werden. Wie schwer Afrikas Fußballer des Jahres verletzt ist, war offen. Für den Senegalesen kam Nationalspieler Leroy Sané, der zwei Tage vor Flicks WM-Nominierung wichtige Wettkampfpraxis sammeln konnte und unter anderem den Pfosten traf (54.). Der verletzte Thomas Müller verfolgte den Auftritt seiner Teamkollegen gut gelaunt auf der Tribüne.

VfB Stuttgart - Hertha BSC 2:1 (1:1)

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Foto: dpa/Swen Pförtner

Der VfB Stuttgart hat im Kellerduell den erhofften Befreiungsschlag gelandet und die Lage von Konkurrent Hertha BSC verschärft. Die Schwaben siegten gegen die Berliner in letzter Sekunde mit 2:1 (1:1) und verschafften sich im Abstiegskampf etwas Luft. Für die Hertha wird die Situation mit nur mageren elf Punkten vor dem Jahresabschluss dagegen immer prekärer. Ein Heimsieg gegen Köln am Samstag ist fast schon Pflicht.

Der VfB legte einen Blitzstart hin: Serhou Guirassy gelang in der dritten Minute die Führung. Dodi Lukebakio glich mit seinem siebten Saisontreffer aus (19.). Konstantinos Mavropanos (90.+8) erzielte den umjubelten Siegtreffer.

VfL Wolfsburg - Borussia Dortmund 2:0 (1:0)

Borussia Dortmund hat im Rennen um die Spitzenplätze der Fußball-Bundesliga einen erneuten Rückschlag hinnehmen müssen. Nach zuvor drei Liga-Siegen in Serie verlor der BVB am Dienstagabend 0:2 (0:1) beim VfL Wolfsburg. Micky van de Ven (6. Minute) und der eingewechselte Lukas Nmecha (90.+1) trafen für den seit nun acht Pflichtspielen ungeschlagenen VfL.Einen ausführlichen Bericht zur BVB-Niederlage gibt es hier.

VfL Bochum - Borussia Mönchengladbach 2:1 (2:0)

Mit Mut, Offensivpower und Leidenschaft hat das älteste Bundesliga-Aufgebot des VfL Bochum überhaupt Borussia Mönchengladbach niedergekämpft und wertvolle drei Punkte gegen den Abstieg geholt. Die Mannschaft von Trainer Thomas Letsch besiegte die favorisierten Rheinländer am Dienstagabend hochverdient mit 2:1 (2:0). Christopher Antwi-Adjei in der siebten Minute und Philipp Hofmann (12.) erzielten vor 25 900 Zuschauern im stimmungsvollen Ruhrstadion die Tore für die Gastgeber, die unter Letsch den dritten Heimsieg in Serie feierten - und den dritten Sieg in dieser Saison insgesamt.

Die Borussia bleibt auswärts in dieser Bundesliga-Saison sieglos. Die über weite Strecken des Spiels ganz schwachen Gladbacher, für die es nur zum Anschlusstreffer durch Alassane Pléa (62.) reichte, stecken unter Trainer Daniel Farke mit 19 Zählern nach 14 Spielen im Mittelfeld der Tabelle fest. Bochum ist mit zehn Punkten Vorletzter, hat aber Kontakt zu den rettenden Rängen. Mehr zu Niederlage der Borussia in Bochum gibt es hier.

(sid/dpa/old)
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