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Borussia Mönchengladbach: Borussia: Was plant Favre?

Borussia Mönchengladbach : Borussia: Was plant Favre?

Der Erfolgscoach hat ein klares Konzept für die kommende Saison im Kopf. Borussia soll breiter aufgestellt sein und taktisch variabler. Einige Alternativen sind für den Schweizer doch bereits vorhanden – im aktuellen Team.

Der Erfolgscoach hat ein klares Konzept für die kommende Saison im Kopf. Borussia soll breiter aufgestellt sein und taktisch variabler. Einige Alternativen sind für den Schweizer doch bereits vorhanden — im aktuellen Team.

Die kommende Saison wird für Borussia schwer. Neben der Bundesliga tritt die Mannschaft international an — eine Doppelbelastung, die es zu meistern gilt. Trainer Lucien Favre braucht nicht nur einen etwas breiteren Kader, er braucht auch verbesserte taktische Möglichkeiten. Der Schweizer bastelt bereits fleißig mit Manager Max Eberl an der Borussia 2012/2013. Eine Bestandsaufnahme.

Die Abwehr Borussia braucht einen zentralen Verteidiger, der ähnlich wie der abgewanderte Dante in der Lage ist, das Spiel zu eröffnen. Weil Martin Stranzl und Roel Brouwers eher zum Typ rustikalem Abräumer gehören, lässt Favre sie ungern dauerhaft zusammen spielen.

Mapou Yanga-Mbiwa, hinter dem Borussia her ist, ist als Dante-Ersatz dank seiner erst 23 Jahre sogar noch mit Entwicklungspotenzial ausgestattet. Doch das Interesse in den Abwehrspieler ist groß. Dementsprechend teuer könnte der Franzose werden. Einen weiteren Ersatzmann braucht Gladbach vorerst nicht mehr. Anderson ist aus Frankfurt zurückgekehrt und wird vierter Innenverteidiger. Das sollte auch bei Verletzungen reichen.

Ein Planspiel wurde noch gar nicht bedacht: Havard Nordtveit. Der defensive Mittelfeldspieler entwickelte erst unter Lucien Favre seine Stärke vor der Abwehr. Zuvor war er ein reiner Verteidiger.

Das Mittelfeld Granit Xhaka wird den Abgang Roman Neustädters überkompensieren. Neben ihm wird Havard Nordtveit wahrscheinlich den defensiveren Part der Doppelsechs übernehmen. Opfer der Xhaka-Verpflichtung könnte Tolga Cigerci werden. Der 20-Jährige steht noch vor seinem endgültigen Durchbruch. Ähnelt in seiner Spielanlage aber zu sehr dem hochkarätigen schweizer Zugang.

Auf den Flügeln bleibt alles wie gehabt. Juan Arango und Patrick Herrmann sind gesetzt. Doch richtig Feuer machen könnte Alexander Ring. Der Finne hat in seinen Einsätzen angedeutet, über welches Potenzial er verfügt. Nun kann er eine komplette Saisonvorbereitung unter Favre mitmachen.

Der Angriff Marco Reus ist nicht eins zu eins zu ersetzen. Darum soll es David Hoilett richten. Der 21-jährige Kanadier hat ähnliche Anlagen wie der nach Dortmund wechselnde Reus, er könnte jedoch auch auf dem Flügel spielen und dort Druck auf Patrick Herrmann oder Juan Arango ausüben.

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Peniel Mlapa — ebenfalls Außenstürmer — wird gerne als Ergänzungsspieler gesehen. Kann jedoch dank seiner Athletik von Favre zum Strafraum-Angreifer umfunktioniert werden. Dazu kommen noch Mike Hanke und Igor de Camargo die ihre Qualität bewiesen haben. Luuk de Jong ist immer noch im Gespräch, auch wenn er für Gladbach wahrscheinlich nicht erschwinglich ist.

Fazit Borussia setzt für die kommende Spielzeit mit internationalen Aufgaben auf hochkarätige Zugänge. Doch manch Alternative hat Favre bereits an der Hand. Mit ein paar Umbauten und etwas Improvisation wird Borussia für die kommende Saison gerüstet sein.

Hier geht es zur Infostrecke: Borussia Mönchengladbach: Wir übersetzen die Favre-Sätze

(RP/can/csi)