Borussia Mönchengladbach: Dieter Hecking kritisiert Umgang mit Trainern

„Das ist unsäglich“ : Hecking und Funkel kritisieren Umgang mit Trainern

Gladbach-Trainer Dieter Hecking missfällt der Umgang mit Fußball-Lehrern im Profibereich. Auch sein Kollege und Fortuna-Coach Friedhelm Funkel äußert diesbezüglich Kritik.

Gladbach-Trainer Dieter Hecking sorgt sich um den Respekt vor Fußball-Lehrern und wirbt um mehr Vertrauen der Vereine in die Arbeit seiner Kollegen. „Mir missfällt, wie schnell unsere Arbeit schlechtgeredet wird. Die Ungeduld, die sich inzwischen schon nach zwei, drei schwächeren Spielen breitmacht, ist völlig überzogen“, sagte er in der „Sport Bild“ und ergänzte: „Wenn wir wirklich nur noch nach den nackten Ergebnissen der vergangenen vier, fünf Wochen beurteilt werden, dann brauchen wir künftig nur noch von einer bis zur nächsten Länderspielpause zu denken. Diese Entwicklung halte ich für gefährlich.“

Hecking ergriff Partei für seinen am 7. Oktober beim VfB Stuttgart freigestellten Tayfun Korkut. „Ich habe gelesen, dass er seit seinem Amtsantritt aus 21 Spielen 36 Punkte geholt hat. Ohne die Hintergründe der Entlassung zu kennen, sage ich: Wenn so eine Bilanz nicht ausreicht, um als Trainer des VfB Stuttgart auch mal eine schwächere Phase überstehen zu können und Vertrauen zu genießen, haben wir Trainer alle ein Problem.“

Zudem verwies Hecking auf die jüngste Diskussion über den neuen Münchner Trainer Niko Kovac: „Der FC Bayern galt unter ihm vor drei Wochen noch als unschlagbar. Zwei Spieltage später wird von einer Kovac-Krise gesprochen. Da stimmt im Moment etwas ganz grundsätzlich nicht.“ Heckings Vertrag läuft am Ende dieser Saison aus. Noch gab es keine Gespräche bezüglich einer Ausweitung des Kontrakts.

Friedhelm Funkel findet Verurteilung „lächerlich“

Mit seiner Meinung steht der 54-Jährige jedenfalls nicht allein da. Auch Trainer Friedhelm Funkel von Aufsteiger Fortuna Düsseldorf hat die vorschnelle Verurteilung einiger Kollegen kritisiert. „Der Umgang mit Trainern ist mittlerweile unsäglich“, sagte der 64-Jährige. „In Frankfurt haben die ersten ja auch schon nach wenigen Spielen nach einer Ablösung meines Kollegen geschrien. Das ist lächerlich.“

(mit sid)
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