Tor durch Owen Hargreaves: Bayern siegt in letzter Minute

Tor durch Owen Hargreaves: Bayern siegt in letzter Minute

Hannover (rpo). Nur vier Tage nach dem Aus in der Champions League marschiert der FC Bayern München in der Bundesliga unaufhaltsam in Richtung Meisterschaft. Durch einen 1:0-Erfolg bei Hannover 96 schafften die Bayern den vierten Sieg in Folge. Die Münchner haben in der Tabelle nun sechs Punkte Vorsprung vor Schalke. Schütze des goldenen Tores in der AWD-Arena war Owen Hargreaves.

Nach dem Last-Minute-Tor von Owen Hargreaves gab es bei Bayern München kein Halten mehr: Manager Uli Hoeneß umarmte Trainer Felix Magath stürmisch, Torwart Oliver Kahn rannte jubelnd zur Eckfahne, ballte demonstrativ die Faust und herzte anschließend ausgerechnet Willy Sagnol, mit dem er nach dem Aus in der Champions League gegen den FC Chelsea am vergangenen Dienstag noch aneinandergeraten war. Durch das 1:0 (0:0) bei Hannover 96 haben die Bayern einen riesengroßen Schritt in Richtung 19. deutsche Meisterschaft getan.

"Wenn man in der 90. Minute noch ein Tor schießt, ist das eben der berühmte Bayern-Dusel", musste der Coach des Spitzenreiters eingestehen und fügte verschmitzt hinzu: "Nach den Ergebnissen auf den anderen Plätzen kann man sagen, dass es ein schöner Samstag war. " Dank der Niederlagen der Verfolger Schalke 04 (1:2 gegen den Hamburger SV) und VfB Stuttgart (1:2 bei Hansa Rostock) ist der Vorsprung des Rekordmeisters fünf Spieltag vor dem Saisonende auf sechs bzw. acht Punkte angewachsen.

Magath selbst hatte zuvor seinem Vornamen alle Ehre gemacht. Denn Hargreaves, im Rückspiel gegen Chelsea nur Zuschauer auf der Tribüne, war erst drei Minuten vor seinem Siegtreffer eingewechselt worden. "Wir haben unsere Situation verbessert und einen wichtigen Schritt in Richtung Meisterschaft gemacht. Aber es sind noch 15 Punkte zu vergeben, da wäre es fahrlässig so zu tun, als ob wir den Titel schon sicher hätten", erklärte Magath.

Auch Nationalkeeper Kahn wehrte sich nach dem Erfolg vor 49. 854 Zuschauern in der erstmals ausverkauften AWD-Arena entschieden gegen verfrühte Euphorie: "Wir sind noch lange nicht durch. Am Verlauf des Spieltags hat man gesehen, dass alles noch eng beisammen ist. Owens Tor war aber natürlich wichtig. So etwas braucht man, um Meister zu werden."

Auch zum Streit mit Sagnol nahm der Bayern-Kapitän Stellung. Kahn: "Wir sind erwachsene Leute. Es ist es normal, wenn man mal aneinandergerät. Man redet darüber, schaut sich in die Augen, und dann ist das Thema vom Tisch." Der französische Internationale ergänzte: "Das war das Problem von zwei Männern, aber nicht das Problem einer Mannschaft."

Der Sieg von Hannover dürfte nach der Pleite in der "Königsklasse" den Bayern den wohl entscheidenden Schub in der Meisterschaft und im DFB-Pokal - am Mittwoch steht das Halbfinalduell bei Arminia Bielefeld an - geben. "Wir haben das Aus gegen Chelsea gut weggesteckt und eine tolle Moral bewiesen", meinte Stürmer Roy Makaay.

Matchwinner Hargreaves dachte derweil noch einmal an seine Ausbootung für das Champions-League-Match gegen Chelsea zurück. "Natürlich war das bitter und unbefriedigend", sagte der 24-Jährige, der die Partie gegen "96" mit einem fulminanten Fernschuss entschied: "Aber ich muss nicht alle Entscheidungen des Trainers nachvollziehen können, sondern jetzt so spielen, dass er mich nicht mehr aus dem Team herausnehmen kann. Es war wichtig, dass ich der Mannschaft geholfen habe."

Bei den Hannoveranern, die die Partie streckenweise sogar beherrscht hatten, gab es nach der Pleite hingegen lange Gesichter. "Wir hatten die klareren Chancen und hätten einen Punkt verdient gehabt", klagte Mannschaftskapitän Altin Lala. Trainer Ewald Lienen meinte: "Meine Mannschaft hat sich ein riesengroßes Kompliment verdient. Wir haben es leider verpasst, in Führung zu gehen. Ein unkonzentrierter Moment hat genügt, um den Bayern den Sieg zu überlassen."

Für sein Gegenüber Magath hatte der Coach augenzwinkernd noch einen Rat: "Noch spricht Felix von Dusel, bald wird er nach solchen Spielen aber sagen, dass es klar war, dass seine Mannschaft noch gewinnt. Es dauert ein bis zwei Jahre bis man diesen Bazillus bei den Bayern inhaliert hat." Bereits in Bielefeld hat Magath Gelegenheit, seine "Lernfähigkeit" unter Beweis zu stellen. Nach der 1:3-Niederlage auf der Alm im Februar freuen sich die Bayern auf die Revanche. "Da haben wir noch etwas gutzumachen", sagte Nationalspieler Bastian Schweinsteiger.

Nach dem Last-Minute-Tor von Owen Hargreaves gab es bei Bayern München kein Halten mehr: Manager Uli Hoeneß umarmte Trainer Felix Magath stürmisch, Torwart Oliver Kahn rannte jubelnd zur Eckfahne, ballte demonstrativ die Faust und herzte anschließend ausgerechnet Willy Sagnol, mit dem er nach dem Aus in der Champions League gegen den FC Chelsea am vergangenen Dienstag noch aneinandergeraten war. Durch das 1:0 (0:0) bei Hannover 96 haben die Bayern einen riesengroßen Schritt in Richtung 19. deutsche Meisterschaft getan.

"Wenn man in der 90. Minute noch ein Tor schießt, ist das eben der berühmte Bayern-Dusel", musste der Coach des Spitzenreiters eingestehen und fügte verschmitzt hinzu: "Nach den Ergebnissen auf den anderen Plätzen kann man sagen, dass es ein schöner Samstag war. " Dank der Niederlagen der Verfolger Schalke 04 (1:2 gegen den Hamburger SV) und VfB Stuttgart (1:2 bei Hansa Rostock) ist der Vorsprung des Rekordmeisters fünf Spieltag vor dem Saisonende auf sechs bzw. acht Punkte angewachsen.

Magath selbst hatte zuvor seinem Vornamen alle Ehre gemacht. Denn Hargreaves, im Rückspiel gegen Chelsea nur Zuschauer auf der Tribüne, war erst drei Minuten vor seinem Siegtreffer eingewechselt worden. "Wir haben unsere Situation verbessert und einen wichtigen Schritt in Richtung Meisterschaft gemacht. Aber es sind noch 15 Punkte zu vergeben, da wäre es fahrlässig so zu tun, als ob wir den Titel schon sicher hätten", erklärte Magath.

Auch Nationalkeeper Kahn wehrte sich nach dem Erfolg vor 49. 854 Zuschauern in der erstmals ausverkauften AWD-Arena entschieden gegen verfrühte Euphorie: "Wir sind noch lange nicht durch. Am Verlauf des Spieltags hat man gesehen, dass alles noch eng beisammen ist. Owens Tor war aber natürlich wichtig. So etwas braucht man, um Meister zu werden."

Auch zum Streit mit Sagnol nahm der Bayern-Kapitän Stellung. Kahn: "Wir sind erwachsene Leute. Es ist es normal, wenn man mal aneinandergerät. Man redet darüber, schaut sich in die Augen, und dann ist das Thema vom Tisch." Der französische Internationale ergänzte: "Das war das Problem von zwei Männern, aber nicht das Problem einer Mannschaft."

Der Sieg von Hannover dürfte nach der Pleite in der "Königsklasse" den Bayern den wohl entscheidenden Schub in der Meisterschaft und im DFB-Pokal - am Mittwoch steht das Halbfinalduell bei Arminia Bielefeld an - geben. "Wir haben das Aus gegen Chelsea gut weggesteckt und eine tolle Moral bewiesen", meinte Stürmer Roy Makaay.

Matchwinner Hargreaves dachte derweil noch einmal an seine Ausbootung für das Champions-League-Match gegen Chelsea zurück. "Natürlich war das bitter und unbefriedigend", sagte der 24-Jährige, der die Partie gegen "96" mit einem fulminanten Fernschuss entschied: "Aber ich muss nicht alle Entscheidungen des Trainers nachvollziehen können, sondern jetzt so spielen, dass er mich nicht mehr aus dem Team herausnehmen kann. Es war wichtig, dass ich der Mannschaft geholfen habe."

Bei den Hannoveranern, die die Partie streckenweise sogar beherrscht hatten, gab es nach der Pleite hingegen lange Gesichter. "Wir hatten die klareren Chancen und hätten einen Punkt verdient gehabt", klagte Mannschaftskapitän Altin Lala. Trainer Ewald Lienen meinte: "Meine Mannschaft hat sich ein riesengroßes Kompliment verdient. Wir haben es leider verpasst, in Führung zu gehen. Ein unkonzentrierter Moment hat genügt, um den Bayern den Sieg zu überlassen."

Für sein Gegenüber Magath hatte der Coach augenzwinkernd noch einen Rat: "Noch spricht Felix von Dusel, bald wird er nach solchen Spielen aber sagen, dass es klar war, dass seine Mannschaft noch gewinnt. Es dauert ein bis zwei Jahre bis man diesen Bazillus bei den Bayern inhaliert hat." Bereits in Bielefeld hat Magath Gelegenheit, seine "Lernfähigkeit" unter Beweis zu stellen. Nach der 1:3-Niederlage auf der Alm im Februar freuen sich die Bayern auf die Revanche. "Da haben wir noch etwas gutzumachen", sagte Nationalspieler Bastian Schweinsteiger.

STATISTIK ZUM SPIEL:

Hannover: Enke - Cherundolo, Mertesacker, Zuraw, Tarnat (62. Stajner) - Vinicius, Lala, de Guzman - Krupnikovic - Schröter, Kaufman (62. Christiansen)

München: Kahn - Sagnol, Lucio, Kovac, Salihamidzic (79. Deisler) - Schweinsteiger (87. Hargreaves), Demichelis, Frings, Ze Roberto (68. Scholl) - Makaay, Pizarro

Schiedsrichter: Wagner (Kriftel)

Tor: 0:1 Hargreaves (90.)

Zuschauer: 49.854 (ausverkauft)

Beste Spieler: Cherundolo, Mertesacker - Lucio, Schweinsteiger

Gelbe Karten: Schröter, Vinicius - Schweinsteiger (5)

STIMMEN ZUM SPIEL:

Trainer Ewald Lienen (Hannover 96): "Meine Mannschaft hat ein riesengroßes Kompliment verdient. Wir hätten zwei-, dreimal in Führung gehen können, haben aber leider unsere Chancen nicht genutzt. Ein unkonzentrierter Moment hat dann genügt, um Bayern den Sieg zu überlassen."

Trainer Felix Magath (Bayern München): "Wenn man sich die Ergebnisse ansieht, muss man sagen, dass es ein schöner Samstag war. Hannover hat uns besonders in der ersten Hälfte in Schwierigkeiten gebracht. Aufgrund der Spielanteile haben wir aber verdient gewonnen. Wir haben einen wichtigen Schritt in Richtung Meisterschaft getan, aber es sind noch 15 Punkte zu vergeben."

(sid)
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