Bundesliga: Bayern-Schreck Frankfurt zum Angstgegner

Bundesliga: Bayern-Schreck Frankfurt zum Angstgegner

Bochum (RPO). Binnen 104 Sekunden hat sich Eintracht Frankfurt am vergangenen Samstag das Prädikat "Bayern-Schreck" verdient, zum Auftakt des 28. Spieltages reisen die Hessen am Freitag (20.30 Uhr/ <a href="http://www.rp-online.de/news/ticker/bundesliga" target="_blank">Live-Ticker</a>) zum Angstgegner VfL Bochum.

Bochum (RPO). Binnen 104 Sekunden hat sich Eintracht Frankfurt am vergangenen Samstag das Prädikat "Bayern-Schreck" verdient, zum Auftakt des 28. Spieltages reisen die Hessen am Freitag (20.30 Uhr/Live-Ticker) zum Angstgegner VfL Bochum.

Bei den Westfalen gewann die Eintracht nur eins ihrer letzten 17 Spiele, und auch dieser eine Sieg ist schon 15 Jahre her. Doch mit dem Rückenwind aus dem 2:1 gegen den Rekordmeister will die Eintracht die Bilanz verbessern.

"Irgendwann reißt jede Serie mal", sagte Trainer Michael Skibbe, warnte aber eindringlich davor, die Westfalen im Überschwang des jüngsten Triumphes zu unterschätzen: "Das wird ein ganz anderes Spiel als gegen Bayern München, eine spannende Herausforderung und ein hartes Stück Arbeit. Bochum steckt ja noch ein bisschen im Abstiegskampf und braucht jeden Punkt." Fast philosophisch fügte Skibbe hinzu, dass der VfL Bochum "kein Leichtgewicht" sei, "auch weil wir nicht ganz so groß sind".

Skibbe behauptete, er habe keinen seiner Spieler "erden" müssen, schließlich seien bei der Eintracht alle Realisten. Von vornehmer Zurückhaltung sieht Mittelfeldspieler Benjamin Köhler aber ab: "Wenn wir die Form aus dem Bayern-Spiel abrufen können, hat Bochum keine Chance."

Während die Eintracht mit einem Sieg zumindest für eine Nacht den sechsten Tabellenplatz erobern könnte, droht der VfL nach zuletzt drei Niederlagen in Folge mit elf Gegentoren die gute Ausgangsposition im Abstiegskampf endgültig zu verspielen. Trainer Heiko Herrlich spricht zwar von einem "Schlüsselspiel", demonstriert aber auch angesichts von vier Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz Gelassenheit.

Herrlich "vom Klassenerhalt überzeugt"

"Selbst wenn wir nicht gewinnen sollten, bin ich vom Klassenerhalt überzeugt. Der Druck ist zwar da, aber ich sehe das positiv", sagte der Ex-Nationalspieler, in dessen fünfmonatiger Amtszeit der VfL nur eins von acht Heimspielen gewann: "Ich mag es, wenn's kribbelt. Das war schon in meiner Zeit als Profi so. In schwierigen Situationen zu bestehen, ist doch das Schönste, was es gibt."

Herrlich muss auf Mittelfeldspieler Mimoun Azaouagh (Mittelhandbruch) und den rotgesperrten Milos Maric verzichten. Dafür stehen ihm wieder die zuletzt angeschlagenen Christoph Dabrowski, Vahid Hashemian, Marc Pfertzel und Diego Klimowicz - der Torjäger zumindest für einen Kurzeinsatz - zur Verfügung.

Skibbe muss seine Bayern-Siegerelf umbauen, weil Kapitän Christoph Spycher mit Knieproblemen ausfällt. Patrick Ochs, Maik Franz und Selim Teber kehren jeweils nach einer Sperre zurück.

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(SID/seeg)