Bayer Leverkusen wird für Nachwuchsförderung belohnt

Mehr als eine Million Euro : Bayer Leverkusen wird für Nachwuchsförderung belohnt

Die Deutsche Fußball-Liga prämiert Klubs, die ihren Nachwuchstalenten viel Spielzeit geben. Die Werkself aus Leverkusen führt die Liste an.

Nachwuchsförderung zahlt sich aus; nicht nur leistungsorientiert, sondern auch finanziell. Das kommt jetzt Bundesligist Bayer Leverkusen, Zweitligist Holstein Kiel und Zweitliga-Absteiger 1. FC Magdeburg zugute. Sie profitierten am meisten von der Sonderausschüttung der Deutschen Fußball Liga (DFL), die die Ausbildung von Nachwuchsspielern honoriert.

Die Zahlungen an die Vereine richten sich nach den Einsatzminuten von U23-Lizenzspielern der Kategorie „Local Player“. Das sind Spieler, die mindestens drei Jahre zwischen dem 15. und 21. Lebensjahr bei einem deutschen Fußball-Klub registriert waren. Bei Bayer 04 Leverkusen sind das zum Beispiel Kai Harvertz (20) und Julian Brandt (23, spielt ab dieser Saison beim BVB).

Für die vergangene Saison erhielten Leverkusen 1,32 Millionen Euro (9697 Einsatzminuten von „Local Playern“), Holstein Kiel 1,28 Millionen Euro (9354 Einsatzminuten) und der 1. FC Magdeburg 1,13 Millionen Euro (8273 Einsatzminuten). Dies teilte die DFL am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Frankfurt am Main mit.

Der gesamte Fördertopf beträgt laut DFL zwei Prozent der nationalen Medienerlöse und somit mehr als 22 Millionen Euro. Berücksichtigt sind alle Einsatzminuten der „Local Player“ bis zu der Spielzeit, in die ihr 23. Geburtstag fällt.

Die Auszahlungen kommen nicht nur Profiklubs zugute, sondern auch Amateurvereinen. Mit einer Förderung von rund vier Millionen Euro werden Vereine aus sämtlichen Ligen finanziell unterstützt, die an der Ausbildung von heutigen Lizenzspielern beteiligt waren. Hierbei wird bereits auf Ausbildungsleistungen ab dem sechsten Lebensjahr geschaut. Zum Vergleich: In der Saison 2017/18 betrug die Fördersumme noch eine Millionen Euro.

(RP/dpa)
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