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Augsburg - Leverkusen 1:3: Bayer Leverkusen stoppt Abwärtstrend

Augsburg - Leverkusen 1:3 : Bayer Leverkusen stoppt Abwärtstrend

Mit seinem ersten Auswärtssieg der Saison hat Bayer Leverkusen einen weiteren Absturz verhindert, dafür schlittert der FC Augsburg immer tiefer in die Krise. Die phasenweise überforderten Schwaben verloren gegen die Werkself mit 1:3 (0:3), bleiben mit nur einem Punkt nach fünf Spieltagen Schlusslicht der Liga und dürften es in der Form der ersten Hälfte schwer haben, die Klasse zu halten.

Sollte die Deutsche Fußball Liga demnächst in der Vorweihnachtszeit Post aus Leverkusen erhalten, dann könnte es sich dabei um den Wunsch von Bayer 04 handeln, doch bitte, bitte öfter als nur zweimal pro Saison gegen den FC Augsburg spielen zu dürfen. Nachdem die Werkself in der vergangenen Spielzeit beide Duelle 4:1 gewonnen hatte, siegte Leverkusen auch am Mittwoch bei den Schwaben 3:1 und konnte so den eigenen bis dato enttäuschenden Saisonstart aufhübschen. Wie im Vorfeld von den Gästen erhofft, entpuppte sich der Tabellenletzte über weite Strecken als verunsichertes und ideenloses Häufchen Elend, das seinerseits auch noch eifrig mithalf beim Aufbauprogramm für unter Druck stehende Rheinländer.

Kießling-Treffer wirft Fragen auf

So beim 0:1, das Verteidiger Gibril Sankoh mit einem haarsträubenden Fehlpass in die Füße von Andre Schürrle einleitete. Dieser bediente Gonzalo Castro, und nach dessen Lattenschuss köpfte Stefan Kießling den Ball über die Linie — so entschied es jedenfalls der junge Schiedsrichter Bastian Dankert.

Für Kießling war es das 75. Tor für Bayer in seinem 250. Bundesligaspiel. Beim 2:0 für Leverkusen betätigte sich der bemitleidenswert schwache Sankoh erneut als "Mitarbeiter" des Gegners, weil er Philipp Wollscheids Schuss unhaltbar abfälschte. Vor dem dritten Treffer der Gäste schlief schließlich die gesamte Augsburger Defensive und gewährte Schürrle freies Geleit hin zu dessen erstem Saisontreffer.

Dabei war Bayer in dieser ersten Hälfte weit davon entfernt, sich etwa in eine Art Rausch zu spielen. Eine defensiv konzentrierte, abgeklärte Leistung mit gelegentlichen Geistesblitzen in der Vorwärtsbewegung reichte aus, um die in dieser Phase nicht wirklich bundesligatauglichen Augsburger deutlich zu distanzieren.

Doch als die Zuschauer dachten, die Adduktorenverletzung von Stefan Reinartz wäre das einzige Haar in der Leverkusener Suppe, schraubte die Werkself nach dem Wechsel gleich mehrere Gänge zurück und gestattete den Hausherren so die kurzfristige Rückkehr ins Spiel. Tobias Werner überlistete Bernd Leno aus spitzem Winkel zum 1:3. Für mehr als zu aufkeimender Hoffnung reichte es für Augsburg indes nicht.

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Und hätte Kießling aus einem Meter Torentfernung nicht die 100-prozentige Chance zum 4:1 ausgelassen, die beiden Teams hätten wieder ihr Standardergebnis zustandegebracht. Am Ende konnten die Leverkusener auf dem umgehenden Rückflug nach Hause jedenfalls wieder etwas entspannter damit umgehen, dass im Profifußball "vieles auf den Punktestand reduziert" wird, wie Bayers Trainer Sascha Lewandowski vor der Partie nüchtern konstatiert hatte. Jetzt haben seine Schützlinge sieben Zähler. Augsburg war halt mal wieder eine Reise wert gewesen.

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(sid/areh/seeg/can)