Bayer 04 Leverkusen schlägt Fortuna Düsseldorf mühelos mit 3:1

Perfekter Start für das Bosz-Team : Werkself hat kaum Mühe mit Düsseldorf

Bayer Leverkusen hat das rheinische Duell gegen den Klub aus der Landeshauptstadt dank einer starken ersten Halbzeit mit 3:1 gewonnen und startet erstmals seit vier Jahren mit zwei Siegen in Folge in die Liga.

Die Zielsetzung der Werkself war vor dem Rheinischen Duell in der Landeshauptstadt klar definiert. Der zweite Sieg im zweiten Spiel sollte her, um sich möglichst frühzeitig im oberen Tabellendritten festzubeißen. Diese Mission ist geglückt. Der 3:1 (3:0)-Sieg gegen die Mannschaft von Trainer Friedhelm Funkel lässt Bayer 04 erstmals seit vier Jahren wieder mit sechs Punkten nach zwei Spielen dastehen.

Kaum mehr als fünf Minuten hat es gedauert, bis der Ball das erste Mal die Linie überquerte. Lewis Baker hatte eine Hereingabe von Kevin Volland bei einem missglückten Abwehrmanöver im Strafraum ins eigenen Tor befördert. Plötzlich stand es 1:0 für Leverkusen und die Fortuna sah sich mit der unangenehmen Aufgabe konfrontiert, gegen das nominell besser besetzte Team das Spiel machen zu müssen.

Das gelang dem Außenseiter nur leidlich gegen den Champions-League-Teilnehmer aus der Nachbarschaft. Stattdessen hätte Sven Bender nach einer Ecke von Kerem Demirbay per wuchtigem Kopfball die Führung ausbauen können, doch er fand in Düsseldorfs Markus Suttner seinen Meister, der ebenfalls per Kopf auf der Linie klärte (21.). Wenig später war es ein Schuss von Demirbay, der das Tor von Fortunas Schlussmann Steffen Zackary nur knapp verfehlte (25.).

Erwartungsgemäß war Bayer über weite Strecken das überlegene Team, hatte mehr Spielanteile und kombinierte teils gefällig. Von den Gastgebern war bis auf einen von der Mauer geblockten Freistoß in der Anfangsphase aus etwa 18 Metern vorerst nicht viel zu sehen. Bayers Keeper Lukas Hradecky musste erstmals bei einem eher semigelungenen Distanzschuss von Rouwen Hennings eingreifen (28.). So konnten die Gästefäns fröhlich „Die Nummer eins am Rhein sind wir!“, skandieren.

Charles Aránguiz erhöhte noch vor der Pause auf 2:0 und bestätigte die Gesänge, indem er einen Freistoß von Demirbay aus über 30 Metern direkt vor dem Tor annahm und den Ball trocken unter die Latte knallte (33.). Der Videobeweis strafte die Handspielreklamationen der Fortunen und ihrer Anhängerschaft Lügen. Nur die Brust des Chilenen war bei der Aktion im Spiel. Die Vorentscheidung erfolgte ebenfalls noch vor dem Pausenpfiff: Volland setzte sich im Strafraum sehenswert durch und bediente Karim Bellarabi, der keine Mühe mit seinem ersten Saisontor hatte (39.).

Die zweiten 45 Minuten begannen gleich mit einer Großchance von Bellarabi, die Zackary parierte. Auch sonst blieb das Bild ähnlich zum ersten Durchgang. Leverkusen blieb trotz des etwas reduzierten Tempos dominant, ballsicher und gefährlich, Düsseldorf hatte hingegen erhebliche Probleme, sich dem Ballbesitz- und Gegenpressing Fußball von Peter Bosz zu entziehen. Selbst wenn sich die Kugel dem Tor von Hradecky näherte, waren es abgesehen von der stabilen Defensive der Werkself meist auch eigene Ungenauigkeiten, die den Gastgebern im Weg standen.

So ließen die anderen Rheinländer das Spiel mit ein paar weiteren Gelegenheiten ausklingen. Entsprechend ausgelassen war die Stimmung im prall gefüllten Gästeblock, der zwar in der Schlussphase ein letztes Aufbäumen der Fortuna sah, aber trotz des verdienten Anschlusstreffers von Alfredo Morales (81.) und neu entfachtem Optimismus auf den Rängen nicht ernsthaft um die Punkte bangen musste.

Weiter geht es am kommenden Samstag mit dem Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim (15.30 Uhr), in dem Volland, Demirbay und Nadiem Amiri mit der Werkself auf ihren ehemaligen Verein treffen.