1. Sport
  2. Fußball
  3. Bundesliga

ARD stellt den „Sportschau Club“ ein

TV-Sendung wird abgesetzt : ARD stellt den „Sportschau Club“ ein

Paukenschlag bei der ARD. Knapp zehn Jahre war der „Sportschau Club“ fester Bestandteil der Fußball-Berichterstattung in der ARD. Damit ist nun Schluss. Der Grund für das Aus: Geld.

Das ist eine Entscheidung, die überraschend kommt: Die ARD verzichtet zukünftig auf den „Sportschau Club“. Und das bereits zur nächsten DFB-Pokal-Runde am 27. Oktober, wo das Format sonst nach der Partie zwischen Borussia Mönchengladbach und Bayern München (20.45 Uhr) gelaufen wäre. Der TV-Sender bestätigte am Mittwoch einen entsprechenden Bericht der „Bild“ - und begründete es mit fehlendem Geld.

„Leider können wir aus Gründen der fehlenden Finanzierbarkeit gewisse Rechte und Formate nicht mehr erwerben bzw. umsetzen“, sagte ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky der „Bild“. „Aus diesem Grund müssen wir leider auch auf eine so etablierte Sendung wie den ,Sportschau Club‘ als regelmäßiges Format verzichten.“

Die Talk-Sendung, die zuletzt von Alexander Bommes moderiert wurde, startete 2012 als Nachfolger von „Waldis Club“. Zuvor hatten Matthias Opdenhövel, Reinhold Beckmann und Gerhard Delling sie moderiert. Während der EM 2021 hatten derweil Esther Sedlaczek (35), die im März nach knapp zehn Jahren beim Pay-TV-Sender Sky ins Moderatoren-Team der ARD-„Sportschau“ wechselte, und Moderatoren-Kollege Micky Beisenherz (44) durch den „Sportschau Club“ geführt.

Der „Sportschau Club“ war nach Spielen im DFB-Pokal, Länderspielen und während großer Turniere Teil des Programms. Meist verfolgten zwischen 800.000 und 1,6 Millionen Menschen die Sendung. Doch die Quote alleine reichte offenbar nicht, um die Sendung weiterzuführen. Mit sofortiger Wirkung setzt der öffentlich-rechtliche Sender das Format ab. Eine Entscheidung, die der ARD nicht leicht fiel. Über viele Jahre habe der „Sportschau Club“ dem Zuschauer „sehr hintergründige Einblicke in das Leben von Sportlern oder Trainern verschafft und dank Alexander Bommes und dem ganzen Team von Redaktion und Produktion ein ganz eigenes bemerkenswertes Profil erlangt“, sagte Balkausky.

(dpa/old)