Bayer Leverkusen: Adler: Noch keine Einigung mit dem HSV

Bayer Leverkusen: Adler: Noch keine Einigung mit dem HSV

Dass Rene Adler im Sommer den Bundesliga-Vizemeister Bayer Leverkusen verlassen wird, ist beschlossene Sache. Noch ist die Zukunft des zehnmaligen Nationaltorwarts aber offen, auch wenn viel für einen Wechsel zum Konkurrenten Hamburger SV spricht.

Rene Adler will im Sommer einen Neuanfang starten, doch wo der zehnmalige Nationaltorwart künftig seine Zelte aufschlägt, ist nach wie vor völlig offen. "Rene muss erst einmal gesund werden. Dann können wir uns über andere Vereine Gedanken machen", sagte Adlers Berater Jörg Neubauer dem Sport-Informations-Dienst (SID), nachdem am Mittwoch Meldungen kursiert hatten, der Wechsel seines Klienten zur neuen Saison von Vize-Meister Bayer Leverkusen zum Hamburger SV sei bereits perfekt.

"Das kann ich nicht bestätigen"

"Das kann ich nicht bestätigen", sagte Neubauer, und auch beim HSV wurde eine Einigung mit dem Keeper umgehend dementiert. "Ein Vertrag mit Adler ist bisher nicht unterschrieben", sagte Sportdirektor Frank Arnesen. Dass Adler, der im Sommer ablösefrei ist, beim Bundesliga-Dino gehandelt wird, ist allerdings seit Wochen und Monaten ein offenes Geheimnis.

Die "Sport Bild" will sogar erfahren haben, dass Adlers Kontrakt an der Elbe längst in trockenen Tüchern ist, auch wenn alle Seiten noch mauern. Adler, der beim HSV in Konkurrenz zu Jaroslav Drobny treten würde, hält sich seit längerem bedeckt. "Erst muss ich wieder fit werden, dann werde ich mich zu meiner Zukunft äußern", lautete die Standardantwort des 27-Jährigen auf die Frage nach seinen Plänen.

Zunächst muss Adler erst mal wieder richtig fit werden, nachdem er kurz vor Weihnachten wieder einmal einen empfindlichen Rückschlag erlitten hatte. Anstatt wie geplant nach seiner langen Verletzungspause mit dem Training zu beginnen, musste er wegen Komplikationen mit seinem Knie erneut eine längere Pause einlegen. Mittlerweile schuftet er tagtäglich für sein Comeback, das er allerdings wohl nicht mehr unter dem Werkskreuz geben wird, wo nach der Verpflichtung des Youngsters Bernd Leno für ihn kein Platz mehr ist.

Nachdem sich Adler im Juli 2011 einer Patellasehnen-Operation am rechten Knie unterzogen hatte, geriet Deutschlands ehemalige Nummer eins teils unverschuldet, teils selbstverschuldet bei Bayer auf das Abstellgleis. Bereits vor der OP hatte sich der gebürtige Leipziger, dessen Vertrag im Sommer 2012 ausläuft, bei Vertragsverhandlungen anscheinend gründlich verzockt. Und als Leno bei Bayer blendend einschlug, war die Ära Adler nach zwölf Jahren beendet.

Löw macht Adler Mut

"Ich hoffe, er kann bald wieder spielen. Denn er gehört zu den besten Torhütern, die wir haben", sagte kürzlich Bundestrainer Joachim Löw und machte Adler Mut. Aber dass Adler noch einmal ins Tor der DFB-Auswahl zurückkehrt, ist eher unwahrscheinlich. Denn nicht nur Leno im eigenen Klub, sondern auch der Gladbacher Marc-Andre ter Stegen und vor allem der Hannoveraner Ron-Robert Zieler, die Nummer drei im deutschen Tor, haben ihm mittlerweile den Rang abgelaufen.

Primäres Ziel von Adler, dessen WM-Träume 2010 jäh durch einen Rippenbruch beendet worden waren, dürfte es ohnehin sein, sich zunächst wieder in der Bundesliga zu beweisen. Sein bislang letztes Erstligaspiel bestritt er mit Bayer am 14. Mai beim SC Freiburg (1:0). Die Verletzungsanfälligkeit könnte Adler, der zwischenzeitlich bei einigen europäischen Topklubs wie Manchester United und FC Arsenal gehandelt wurde, aber noch einen Strich durch die Rechnung machen. Rippen, Ellenbogen oder die Schulter - Rene Adler musste aus unterschiedlichen Gründen in den vergangenen Jahren immer wieder Zwangspausen einlegen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das ist Rene Adler

(sid)