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1. FC Köln will Torflaute gegen FC Bayern München beenden

Nur zwei Treffer in fünf Spielen : Köln wartet auf das Tor des Monats

Robert Lewandowski war in Not. "Das Schlimmste, was man machen kann, ist, darüber nachzudenken, dass man jetzt schon drei Heimspiele lang nicht getroffen hat", sagte der neue Stürmer des FC Bayern München im Sport1-Interview. Wochenlang hatte er nicht getroffen. Nie konnte er zeigen, warum ihn die Münchner mit aller Macht von Borussia Dortmund holen wollten.

Lewandowski hat es jetzt gut. Den Angreifer müssen solche Gedanken nicht mehr quälen, seit er beim 4:0 am Dienstagabend gegen Paderborn das zweite Tor erzielt hat. Am Samstag (15.30 Uhr/Live-Ticker) treten die Münchner beim 1. FC Köln an.

Der ganze FC hingegen ist praktisch immer noch ein erfolgloser Torjäger. 326 Minuten rennt die Mannschaft von Trainer Peter Stöger vergebens auf das gegnerische Tor an. Kein Tor in Hannover, keins in Paderborn, kein Treffer gegen den Hamburger SV und keiner gegen Borussia Mönchengladbach. Allein beim VfB Stuttgart erzielte der Aufsteiger zwei Treffer, allerdings hat das für die Kölner bei ihrem Lieblingsgegner Tradition. Yuya Osako und Anthony Ujah trafen — damals im August. Ob sich der FC Bayern mit WM-Held Manuel Neuer im Tor eignet, um die Serie der Null-zu-Spiele zu beenden?

"Es wird gegen die Bayern nicht gerade einfacher"

"Es wird gegen die Bayern nicht gerade einfacher, Tore zu schießen, als gegen andere Teams", sagt FC-Trainer Peter Stöger, "man kann das Toreschießen nicht erzwingen. Irgendwann wird der Knoten platzen. Wir werden darauf hinarbeiten, dass es gegen Bayern klappt." Zwei Tore haben die Münchner in fünf Spielen erst hinnehmen müssen, in der gesamten vergangenen Saison waren es 23.

Den Kölnern fehlt die Balance. Stabilität in der Defensive ist das eine Kennzeichen der Mannschaft, die auch gegen München vorsichtig agieren wird. Mit guter Organisation lassen sich individuelle Schwächen kaschieren. Die Offensive indes hat ihre Bundesligatauglichkeit noch nicht beweisen können.

Gegen den Rekordmeister bekommt Osako wohl erneut den Vorzug vor Ujah als Sturmspitze. Der für drei Millionen Euro vom 1. FC Kaiserslautern geholte Stürmer Simon Zoller konnte das Vertrauen seines Trainers bislang nicht gewinnen. Und Patrick Helmes kommt als Soforthelfer nicht in Betracht. Wegen einer Knorpelverletzung in der Hüfte muss der Ex-Nationalspieler noch pausieren. Die Kölner hoffen, dass er im kommenden Monat ins Training einsteigen kann und noch vor der Winterpause wieder mit dabei ist.

Allerdings sind nicht allein die Stürmer für Tore zuständig. Doch weder Daniel Halfar noch Marcel Risse, von denen in der vergangenen Zweitliga-Saison Gefahr ausging, brachten die Gegner bislang dauerhaft ins Schwitzen. Es wird Zeit, dass die Kölner treffen. Denn die Aufgaben werden für die Bundesliga-Rückkehrer nicht leichter. Auf das Spiel bei Eintracht Frankfurt folgt nach der Länderspielpause die Begegnung mit Borussia Dortmund.

Und irgendwann wird das nach der Rückkehr in die Bundesliga noch sehr geduldige Publikum unruhig, wenn die eigene Mannschaft keine Treffer erzielt.

(RP)