1. FC Köln: 1:2-Pleite zum Saisonauftakt beim VfL Wolfsburg

Streit um VAR-Entscheidung : Wolfsburg verdirbt die Kölner Bundesliga-Rückkehr

Der 1. FC Köln ist zurück in der ersten Liga. Mehr gab es am Samstag für den Traditionsverein aber nicht zu feiern, denn bei seinem Comeback nach einem Jahr verlor der „Effzeh“ in Wolfsburg 1:2.

Der 1. FC Köln erlebte ein Deja-vu: Zum Saisonstart fühlten sich die Profis des Aufsteigers nach dem 1:2 (0:1) beim VfL Wolfsburg durch Schiedsrichter Sven Jablonski (Bremen) benachteiligt. Im ersten Durchgang wurde den Geißböcken nach einem Foulspiel von Josuha Guilavogui an Dominick Drexler (32.) ein möglicher Elfmeter versagt.

Der VAR in Köln sah keinen Grund für einen Strafstoß. "So eine Grätsche ist ein klarer Elfmeter", wetterte der neue FC-Coach Achim Beierlorzer bei Sky. Es schien sich in Wolfsburg gleich die unglücklichen Bewertungen der Unparteiischen und der Videoassistenten aus der Vergangenheit für Köln fortzusetzen. Der FC und der Videobeweis - eine Story für sich.

"Die Bilder sprechen für sich, das war ein klarer Elfmeter", äußerte auch Drexler, "aber es geht weiter." Der neue VfL-Coach Oliver Glasner hielt sich hingegen mit einer Bewertung zurück: "Ich will mich bei Schiedsrichter-Entscheidungen am besten bis zum Ende der Saison zurückhalten. Ich hoffe, das gelingt mir, wenn auch der VfL mal betroffen sein sollte."

Maximilian Arnold und Wout Weghorst hatten ihren österreichischen Coach ein perfektes Bundesliga-Debüt in Wolfsburg beschert. Arnold (16.) hatte die Niedersachsen zum Saisonauftakt gegen den 1. FC Köln mit einem Volley-Traumtor früh in Führung gebracht, Weghorst (60.) machte mit seinem Treffer zum 2:0 den Erfolg gegen den Aufsteiger und den ersten Dreier der Spielzeit perfekt.

Simon Terodde (90.+1) gelang nur das Anschlusstor für die Rheinländer. Köln hielt gegen den Europa-League-Teilnehmer lange Zeit gut mit, am Ende musste das Team von Neu-Coach Beierlorzer aber ein bisschen Lehrgeld zahlen.

Die 25.099 Zuschauer in Wolfsburg sahen von Beginn an eine muntere Partie. "Köln wird uns sofort unter Druck setzen und nicht lange fackeln", hatte Glasner vor der Partie gesagt. Doch dann war es das Team des Österreichers, der mit Xaver Schlager und Joao Victor zwei Zugänge in die Startelf beorderte, das im neuen 3-4-3-System offensiv sofort Akzente setzte.

So gut die Ansätze in der Offensive auch waren, in der Rückwärtsbewegung präsentierten sich die Wölfe immer wieder auch wacklig - wie schon vor fünf Tagen beim mühsamen Erfolg in der ersten Runde des DFB-Pokals beim Halleschen FC. Und so kamen Anthony Modeste (11.), Kingsley Schindler (23.) und Drexler (25.) zu guten Möglichkeiten aus der Distanz. Der mutige Aufsteiger, der ohne den rotgesperrten Jhon Cordoba auskommen musste, zeigte sich vom Rückstand jedenfalls unbeeindruckt.

Doch Wolfsburg war an diesem Tag zu clever und ließ sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. "Es war nicht mein bestes Spiel, aber ich habe dann doch gezeigt, warum ich auf dem Platz bin", resümierte VfL-Angreifer und Torschütze Weghorst.

VfL Wolfsburg - 1. FC Köln 2:1 (1:0)

Wolfsburg: Casteels - Knoche, Guilavogui, Brooks - Schlager, Arnold - William, Roussillon (74. Steffen) - Klaus (82. Brekalo), Weghorst (88. Nmecha), Joao Victor. - Trainer: Glasner

Köln: Timo Horn - Ehizibue, Mere, Czichos, Hector - Höger (56. Skhiri), Verstraete - Schindler, Drexler (62. Terodde), Kainz (70. Churlinov) - Modeste. - Trainer: Beierlorzer

Schiedsrichter: Sven Jablonski (Bremen)

Tore: 1:0 Arnold (16.), 2:0 Weghorst (60.), 2:1 Terodde (90.+1)

Zuschauer: 25.099

Beste Spieler: Guilavogui, Schlager - Mere, Hector

Gelbe Karten: Steffen - Höger, Drexler, Mere

Hier geht es zur Bilderstrecke: Wolfsburg gegen Köln: die Bilder des Spiels

(cbo/sid)
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