Bundesliga: Qualifikation für Champions League oder Europa League kann auch Fluch sein

Bundesliga international : Die Europa League ist oft das bessere Los

In diesem Jahr hat mit Eintracht Frankfurt nur ein Bundesligist international überzeugt. Gerade der Viertplatzierte der Bundesliga geht in der Champions League regelmäßig baden. Manchmal ist deshalb die Europa League das bessere Los.

Die Bundesliga hat sich nach Kräften auf dem internationalen Parkett blamiert. Nur eine Büffelherde aus Hessen konnte in der zweitklassigen Europa League für Furore sorgen. Vielleicht war das genau die richtige Bühne. Die Champions League bringt natürlich deutlich mehr wirtschaftliche  Planungssicherheit. Sportlich indes sind eine Reihe von Bundesligisten dort nicht so gut aufgehoben. Als Viertplatzierter kommt man sehr sicher in eine Gruppe mit den Schwergewichten des europäischen Fußball-Adels. Da sind die Chancen nicht besonders realistisch, mehr als Beiwerk zu sein.

Das System ist jedenfalls tückisch. Klubs, die einen internationalen Platz nicht zwingend eingeplant haben, können nicht derart personell aufrüsten, um sich für die verschiedenen Aufgaben adäquat zu wappnen. Das Resultat: Substanzverlust auf allen Ebenen mit dem möglichen Resultat: am Ende steht man bis auf ein paar Emotionale Augenblicke in fremden Stadien mit ziemlich leeren Händen da.

Borussia Mönchengladbach gehört zum Kreis der ambitionierten Verfolger. Manager Max Eberl wird nicht müde zu betonen, man müsse sich jedes Jahr aus Neue irgendwo zwischen Platz neun und vier einordnen. Die Möglichkeit war sportlich da, sich schon viel früher für einen Wettbewerb zu qualifizieren. Vielleicht ist es am Ende ein Segen, wenn es „nur“ für die Europa League reicht. Eintracht Frankfurt hat vorgemacht, wie man eine solche Aufgabe als Team annehmen kann. Die Bundesliga konnte endlich mal wieder Werbung machen. Ist nicht so oft in den vergangenen Jahren vorgekommen. Das hat nicht immer nur etwas mit Geld zu tun. Man muss manchmal auch den Eindruck gewinnen, dass es andere Mannschaften einfach mehr wollen.

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