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Yann Sommer: Abreise von der EM - Geburt des zweiten Kindes steht bevor

EM-Borussen : Yann Sommer nach Italien-Spiel zur Familie abgereist

Yann Sommer hat nach dem 0:3 gegen Italien die Schweizer Nationalmannschaft verlassen, der 32-Jährige möchte bei der Geburt seiner zweiten Tochter dabei sein. Ob der Torwart Borussia Mönchengladbachs nochmal zur EM zurückkehrt, entscheidet sich im letzten Gruppenspiel der Nati.

Yann Sommer hatte gut daran getan, die Erwartungen an die Schweizer Nationalmannschaft vor der Europameisterschaft etwas herunterzuschrauben. „Ich gehe gerne bei solchen Turnieren Schritt für Schritt. Und der erste Schritt wird sein, die Gruppe zu überstehen“, hatte Gladbachs Torwart im Mai im Interview mit unserer Redaktion gesagt. Nach dem völlig verdienten 0:3 gegen Italien in Rom am Mittwochabend benötigt die Schweiz nun unbedingt einen Sieg gegen die Türkei, um noch das Achtelfinale zu erreichen, ansonsten kommt das frühe Aus.

Bei dieser Aufgabe am kommenden Sonntag (18 Uhr) wird der Nationaltorwart allerdings wohl fehlen. Denn Sommer reiste unmittelbar nach der Niederlage nach Deutschland ab. Der Grund: Der 32-Jährige wird in den kommenden Tagen zum zweiten Mal Vater und möchte bei der Geburt dabei sein. Über Sommers Wunsch hatten wir bereits in unserem Fohlenfutter-Newsletter berichtet.

Ob Sommer noch einmal zum EM-Kader der Nati zurückkehren wird, hängt vom Ausgang der Partie gegen die noch punktlose Türkei ab. Ohne ihre unangefochtene Nummer eins muss die Mannschaft mit Sommers Gladbacher Teamkollegen Nico Elvedi, Breel Embolo und Denis Zakaria nun das drohende Aus in der Gruppenphase abwenden.

Zusätzliches Selbstvertrauen dürfte in Rom kein Schweizer getankt haben, absolut chancenlos präsentierte sich die Nati gegen das starke Italien. Chancenlos war auch Sommer selbst bei Manuel Locatellis Toren zur 2:0-Führung, Ciro Immobiles Distanzschuss zum Endstand kurz vor Schluss indes hält Borussias Nummer eins an einem guten Tag.

Einen guten Tag hatten allerdings auch Elvedi und Embolo nicht erwischt. Während Verteidiger Elvedi häufiger den quirligen Angreifern Italiens hinterherrennen musste, konnte sich Embolo im Schweizer Angriff kaum einmal in den direkten Duellen durchsetzen. Zakaria musste sich das ernüchternde Spiel derweil von draußen ansehen, nach seinem Teileinsatz beim 1:1 gegen Wales blieb der Mittelfeldspieler diesmal 90 Minuten auf der Bank.

So dürften Borussias Schweizer ordentlich Frust schieben auf der Rückreise nach Baku, wo das Spiel gegen die Türkei ausgetragen wird. Yann Sommer indes hatte ein ganz anderes Ziel: Für ihn steht nun das Familienglück im Vordergrund. Ob er auch noch bei der EM erfreuliche Momente erlebt, ist derzeit sehr fraglich.