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Borussia Mönchengladbach: Xhaka und der richtige Ansatz

Borussia Mönchengladbach : Xhaka und der richtige Ansatz

Granit Xhaka hat gegen Augsburg ein gutes Spiel gemacht. Das beste, seit er Borusse ist. Er hat gezeigt, dass er der Antreiber sein kann, den sich viele erhoffen. "Dass er ein guter Spieler ist, darüber gibt es keine Diskussion. Er hat gut gespielt, hat schnell geschaltet und vor allem Akzente in der Offensive gesetzt", sagte Trainer Lucien Favre.

Doch wie geht es weiter mit Xhaka? Bleibt er im Team, wenn Havard Nordtveits Nase wieder heil ist? Das wird sich Samstag in Wolfsburg zeigen. Dass Xhaka spielen will, das hat er gesagt. Und auch, dass er nicht nur spielen will, wenn ein anderer ersetzt werden muss. Xhaka will Stammspieler sein, so wie er es beim FC Basel war. Der Xhaka, der am Freitag gegen Augsburg spielte, hat das Zeug, Stammspieler zu sein.

Vier Spiele bleiben, um die bislang für beide Seiten eher enttäuschenden Geschichte zu schönen. Und dann? Schließlich gibt es Gerüchte , die besagen, Xhaka wolle woanders sein Glück suchen. Er wolle die Saison zu Ende spielen, dann Urlaub machen und dann weitersehen, sagte Xhaka am Freitag. Eine Aussage, die Raum lässt für Spekulationen.

Aber selbst wenn er weg will, so leicht geht das nicht: Xhaka soll bleiben, das hat Sportdirektor Max Eberl klargestellt. Und bislang kam auch vonseiten Xhakas kein Bestreben, den bis 2017 laufenden Vertrag zu stoppen. "Es ist ein langer, strategischer Vertrag", sagt Borussias Geschäftsführer Stephan Schippers. Ein Vertrag, der Raum lässt, sich Zeit zu nehmen. Für beide Seiten.

Xhakas Lehrjahr in der Bundesliga geht zu Ende. Würde er nach dem ersten, ernüchternden Jahr gehen, käme das einer Flucht gleich. "Er weiß, was er noch an uns haben wird", sagt Schippers. Und Borussia weiß, was sie an Xhaka haben kann. Dass er Gladbach zeigen will, wer der wahre Xhaka ist, war am Freitag zu spüren. Das ist der richtige Ansatz. Es wäre im Fußball nicht die erste Liebe auf den zweiten Blick.

(RP/can)