„Nicht trainieren um des Trainierens Willen“ Daniel Farke erklärt, wie Gladbach die WM-Pause plant

Mönchengladbach · Nach dem Spiel gegen Dortmund am 11. November beginnt eine lange Liga-Pause. Gladbachs Trainer Daniel Farke sagt, wie er die Zeit während der Weltmeisterschaft in Katar angehen wird. Farke fremdelt mit der WM und der Pause, will aber pragmatisch bleiben.

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Foto: dpa/Marius Becker

Borussias Trainingsplan bis zum Samstagsspiel bei Werder Bremen ist vor allem grün. Für die Fans ist das eine frohe Botschaft, denn Grün bedeutet, das besagt die Legende des Plans, den der Bundesligist in den sozialen Netzwerken postete, dass diese Einheiten öffentlich sind. Fünf der sechs Übungseinheiten sind demnach - Stand jetzt - für Fans zugänglich. Volksnahe Borussen könnte man sagen.

Für Farke selbst, aber auch für seinen neuen Spieler Julian Weigl ist das eine enorme Umstellung. Denn in England, wo Farke viereinhalb Jahre Norwich City betreute, und auch bei Benfica Lissabon, wo Weigl zwei Jahre spielte, da findet das Training fast ausschließlich hinter verschlossenen Türen statt. So ist es weitgehend auch bei Borussia Dortmund, wo Weigl vorher arbeitete.

Farke indes hat sich schnell eingestellt auf den Zuschauerstrom bei den Trainingseinheiten, er findet ihn sogar wichtig. Er weiß, dass die Fans wichtig sind für einen Klub wie Gladbach, darum will er sie teilhaben lassen an der Arbeit mit dem Team. Ab Mitte November jedoch wird er die Borussen für einige Zeit den Fans entziehen. Denn in der WM-Pause ist erst einmal Urlaub angesagt für die Spieler.

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Foto: dpa/Marco Steinbrenner

Am 11. November ist das letzte Bundesliga-Spiel des Jahres daheim gegen Borussia Dortmund. Noch sind die Pläne nicht vollends ausgearbeitet, doch klar ist: „Wir werden nicht durchtrainieren um des Trainierens Willen. Wir werden daher wahrscheinlich relativ schnell nach dem letzten Pflichtspiel die Jungs in den Urlaub schicken“, sagte Farke im großen Interview mit unserer Redaktion.

Es wird in den Tagen nach dem Spiel noch die eine oder andere Verpflichtung für das Team geben. Dann kommt der Urlaub, um „dann Anfang, Mitte Dezember wieder mit dem Training starten, um wie im Sommer eine richtige Vorbereitung zu haben“, wie Farke sagt. „Es ist, wie es ist, und wir müssen damit umgehen“, sagt Farke.

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Foto: AFP/KIRILL KUDRYAVTSEV

Im Rahmen der Vorbereitung könnte im Januar noch ein Trainingslager im Süden anstehen, so wie es vor der Corona-Pandemie üblich war. Das hatte Teammanager Christofer Heimeroth im Gespräch mit unserer Redaktion im Juli angedeutet. Das erste Pflichtspiel nach der WM ist am 22. Januar um 17.30 Uhr. So gesehen hat Borussia die längste Pause aller deutschen Bundesligisten: 72 Tage vom Freitagsspiel gegen den BVB bis zum späten Sonntagsspiel gegen Leverkusen.

Sieben Wochen sind es noch bis zum Winter-Break. Zwei Wochen davon sind Englische, fünf normale Trainingswochen, in denen Farke sicherlich auch viel „grüne“ Einheiten erlauben wird. Mit der Katar-WM an sich fremdelt Daniel Farke. Und auch mit der ungewohnt langen Winterpause. „Hier stelle ich mir aber auch die Frage: Ist das nur so, weil es immer so war, und bin ich nicht offen für Neues? Aber im Moment finde ich es nicht gut. Ich bin Traditionalist und mag Fußball mit so wenig Veränderungen wie möglich. Mit der WM alle vier Jahre im Sommer bin ich aufgewachsen und mag es auch. Vielleicht hat es auch Vorteile im Winter, die sehe ich jedoch weiterhin nicht“, sagte Farke im Interview.

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