WM 2018 in Russland: Jannik Vestergaard und Mark Borsch im Einsatz

Gladbacher beim WM-Sieg der Dänen : Vestergaard schaut zu, Borsch entscheidet mit

Beim 1:0-Sieg der Dänen gegen Peru saß Borussias Verteidiger 90 Minuten auf der Bank. Der Schiedsrichter-Assistent aus Mönchengladbach war als Video-Assistent im Einsatz. Als solcher trug er zu einer Elfmeter-Entscheidung bei.

Jannik Vestergaard machte am späten Samstagnachmittag den Anfang aus Sicht der WM-Borussen. Allerdings tat er dies ohne Einsatz beim 1:0-Sieg seiner Dänen gegen Peru. Es ist indes zu vermuten, dass Borussias Innenverteidiger angesichts der oftmals schwimmenden dänischen Defensive ab und an innerlich den Kopf geschüttelt hat – sattelfest waren seine Konkurrenten nicht. Aber sie hielten die Null, weswegen Dänemark, von manchen Experten als Geheimfavorit eingestuft, optimal ins Turnier startete dank des Treffers von Leipzigs Yussuf Poulsen.

Vestergaard war nicht der einzige WM-Gladbacher, der seinen Anteil an der Geschichte des glücklichen Dänen-Sieges hatte. Denn Mark Borsch, Assistent im Team des einzigen deutschen Schiedsrichters Felix Brych, war an der Seite von Felix Zwayer und Bastian Dankert als Video-Assistent im Einsatz – schon zum zweiten Mal bei dieser WM, denn schon beim 1:0 des Iran gegen Marokko am Freitag hatte das deutsche Trio an den Bildschirmen gesessen. Bei Peru gegen Dänemark kam es aber entscheidend zum Einsatz.

Als Poulsen den Peruaner Christian Cueva foulte, schaltete sich das VAR-Team ein und Schiedsrichter Papa Bakary Gassama aus Gambia entschied sich um: Elfmeter. Beobachter Vestergaard wird in dem Moment Böses geschwant haben, doch der Gefoulte schoss den Ball weit über das Tor, es blieb beim 0:0. Die Szene war wohl letztlich ein wesentlicher Baustein des dänischen Sieges.

Nach diesem traf sich Vestergaard mit seiner Familie auf dem Rasen der Mordwinien-Arena in Saransk, das entsprechende Foto war später bei Instagram zu sehen. Mutter Wiebke, Vater John, seine Schwester Anna und seine jüngst angetraute Ehefrau Pernille waren gekommen und freuten sich über den guten Start – trotz der unfreiwilligen Zuschauerrole des Sohnes, Bruders und Ehemanns.

Eine Zuschauerrolle war auch Matthias Ginter, dem Borussen im DFB-Aufgebot, zugedacht beim Start gegen Mexiko. Er postete bei Instagram eine Collage seiner bisherigen Erlebnisse in Diensten des DFB: 2013 die U21-EM, 2014 der WM-Titel in Brasilien, 2015 die U21-EM, 2016 die Silbermedaille bei den Olympischen Spielen in Rio und 2017 den Sieg beim Confed-Cup. „Let’s go!“, schrieb er dazu. Borussia postete aufmunternde Worte darunter: „Wir stehen hinter dir.“

Vom verletzten Gladbach-Kapitän Lars Stindl gab es ebenfalls ein „Like“. Stindl, der sich beim Spiel der Borussen auf Schalke schwer verletzt hat und damit seiner WM-Chance beraubt wurde, wünschte dem DFB-Team, das er mit seinem Tor im Endspiel des Confed-Cups vor einem Jahr zum Erfolg geführt hat, via Instagram eine erneut erfolgreiche Zeit in Russland: „Alles Gute für die WM! Jungs, ich drücke euch die Daumen! Holt den Pokal nochmal nach Deutschland“, schrieb Stindl. Bekanntlich ging der WM-Auftakt der Deutschen - ohne Ginter und Stindl - aber daneben.

Am Sonntagabend begann für vier weitere Borussen die WM, von denen aber nur Yann Sommer in der Startelf stand. Nico Elvedi und Josip Drmic nahmen beim überraschenden 1:1 der Schweiz gegen Brasilien auf der Bank Platz, Denis Zakaria kam im Laufe der zweiten Halbzeit ins Spiel.