Borussia: Virkus: Prekäre Lage, aber nicht Trübsal blasen

Borussia: Virkus: Prekäre Lage, aber nicht Trübsal blasen

40 Punkte werden bei drei Absteigern in Ligen mit 18 Mannschaften in aller Regel benötigt, um die Klasse zu halten. Acht Spieltage vor Ende hat Borussias U23 in der Regionalliga 31 Zähler, und eigentlich zweifelt kaum jemand, dass noch neun hinzukommen werden.

Dennoch sieht das aktuelle Tabellenbild bedrohlich aus. Läuft es bei den Nachholspielen der Konkurrenz schlecht für die Borussen, betrüge der Vorsprung auf Platz 16 derzeit nur noch einen Punkt. Da ist es besonders wichtig, am Samstag (16.30 Uhr) im Grenzlandstadion zu punkten.

Und genau jetzt kommt die U23 des 1. FC Köln zum "kleinen" Rheinderby. "Die Mannschaft hat am Dienstag bei der 1:2-Niederlage in Verl alles gegeben, ein Motivationsproblem haben wir sicher nicht", stellt Trainer Horst Wohlers klar, dass sein Team kein Derby nötig hat, um an die Grenzen zu gehen. Eher liegt es schon daran, dass im Mittelfeld einige Eckpfeiler zuletzt fehlten. Dreimal musste Wohlers auf Joel Damahou vor der Abwehr verzichten, der eine wichtige Rolle spielt. "Er soll vor dem Köln-Spiel wieder mittrainieren", sagt Wohlers nach dem Muskelfaserriss des Ivorers. "Danach muss auch er entscheiden, ob es geht."

  • Borussia Mönchengladbach : Eberl und Hecking sehen hohe Niederlage der U23

Die ganze Saison fehlt bereits Christian Schlösser, den die Borussen 2008 aus Kölns U23 holten. Seit ein paar Wochen trainiert er wieder mit. "Ich bin noch nicht ganz sicher, ob er schon spritzig genug ist. Aber vielleicht wird es in der Aufstellung ja eine Überraschung geben", sagt Wohlers. Dass schon drei Tage nach der dritten Pleite in Folge wieder gespielt wird, findet der Trainer eher positiv. "Da muss die Mannschaft sowieso durch, je eher, desto besser."

Auch Amateurdirektor Roland Virkus sieht die Lage angemessen nüchtern: "Die Mannschaft war in Verl nicht schlecht, hatte aber den Rucksack der zwei Niederlagen mit dabei. Wir dürfen jetzt nicht Trübsal blasen. Noch haben wir Vorsprung – und es selbst in der Hand. Aber die Lage ist prekär."

(RP)