Borussia Mönchengladbach: Unbefriedigend befriedigend

Borussia Mönchengladbach: Unbefriedigend befriedigend

Borussias 1:1 beim Hamburger SV war das 136. Bundesligaspiel mit Trainer Lucien Favre. Das entspricht genau vier Spielzeiten. Knapp 55 Punkte hat der Schweizer im Schnitt pro 34 Spiele geholt. In der Vor-Favre-Zeit seit 2001 waren es nur knapp 37 im Schnitt - da ging der Trend zum Abstiegskampf.

Die Favre-Bilanz ist eine mit Europa-Kurs. Aktuell liegt Borussia mit 37 Punkten genau im Favre-Schnitt. Inklusive des Mitbringsels aus Hamburg gab es pro Spiel knapp 1,7 Punkte, auf 34 Spiele gerechnet wären das 57. Dass es nicht besser aussieht, liegt daran, dass die Borussen einen anderen Trend dieser Saison bestätigt haben: Nach Europapokal-Einsätzen können sie in der Liga nicht gewinnen.

Da es wie im Derby ein Kopfballtor nach einer Standardsituation in der Nachspielzeit gab, zeichnet sich ein neuer Trend ab. Branimir Hrgotas spätes Tor ist gut für die Moral. Borussia hat arg geschwächelt, ist aber mit einem Erfolgserlebnis aus dem Spiel gegangen. Das ist gut mit Blick auf das Sevilla-Spiel am Donnerstag. Da sind eine intakte Moral und das Wissen darum, etwas erzwingen zu können, gefragt. In der Summe war das, was in Hamburg passierte, unbefriedigend befriedigend.

(RP)