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Borussia Mönchengladbach: Trotz Ausfall von Kruse: Raffael ist nicht bange

Borussia Mönchengladbach : Trotz Ausfall von Kruse: Raffael ist nicht bange

Borussias Brasilianer Raffael vertraut darauf, dass der "Super-Kader" Kruses Fehlen kompensiert. Vor allem ist er froh, dass die Saison mit dem Pokalspiel am Samstag los geht.

Natürlich geht der Blick bei Borussia in dieser Woche nach vorn. Auch bei Raffael. In Richtung Samstag. In Richtung Homburg. Zum Saisonauftakt im Pokal. Doch als Christoph Wirtz Borussias Brasilianer am Mittwoch nach dem Training fragt, wie denn so der Urlaub in der Heimat gewesen sei, gönnt sich Raffael noch einmal einen schwärmerischen Blick zurück. "Der Urlaub war sehr schön. In Brasilien zu sein und dazu noch die WM zu erleben — besser ging es nicht", sagte der Schütze zum Borussen-Tor des Monats, einer gemeinsamen Aktion von Borussia, deren Hauptsponsor Postbank und der Rheinischen Post.

Wirtz (27) war der Gewinner des Juli-Votings, bei dem Raffaels Treffer beim Telekom-Cup in Hamburg gegen den HSV die meisten Stimmen erzielt hatte und traf nun einen - wie immer — freundlichen und gut gelaunten Raffael am Trainingsgelände. Die Frage nach einem konkreten Saisonziel in Sachen Toren verneint der Brasilianer dann aber doch mit einem jovialen Lächeln. "Nein, das habe ich nicht", sagte der Mann, der es in seiner ersten Saison bei Borussia immerhin auf 15 Treffer und sieben Vorlagen gebracht hatte. Wie sein Sturmkollege Max Kruse (zwölf Tore/zwölf Vorlagen) konnte er damit in beiden Kategorien einen starken Wert vorweisen. Das Duo harmonierte nachgewiesenermaßen prächtig.

Doch nun ist das Duo vorerst gesprengt. Kruse — Wirtz' Lieblingsspieler — muss nach seiner OP aus der Vorwoche zuschauen. Mindestens in den ersten drei Pflichtspielen. Also ruht nun noch mehr Verantwortung, ruhen nun noch mehr Hoffnungen der Fans auf Sturmpartner Raffael, oder? "Nein, nein, wir haben einen Super-Kader, jetzt müssen eben andere einspringen", sagt er. Angesprochen fühlen dürfte sich da vor allem Branimir Hrgota, der wohl am Samstag die freie Planstelle im Angriff einnehmen wird. Dass Raffael und Hrgota, der Brasilianer und der Schwede, durchaus harmonieren können, zeigten sie gegen Bilbao, als Hrgota eine Raffael-Hereingabe am zweiten Pfosten zum 1:3 verwertete.

Der Erkelenzer Wirtz wie vermutlich alle im Borussia-Land hätten in jedem Fall nichts dagegen, wenn die Mannschaft die Erstrunden-Hürde Homburg mit einem konzentrierten und souveränen Auftritt meistern würde. "Es wird auf jeden Ball besser laufen als im vergangenen Jahr", ist sich Wirtz sicher. Das Erstrunden-Aus beim damaligen Drittligisten Darmstadt bekommen sie in Gladbach dieser Tage natürlich wieder unter die Nase gehalten. Damals verschoss — nein: verchipte — Hrgota den entscheidenden Elfmeter. Auf ein Deja-vu können die Borussen nun gut und gerne verzichten. "3:1" tippt Witz, und Vizepräsident Rainer Bonhof sagt ganz lapidar: "Die Spieler wissen, dass sie in Homburg nicht patzen sollten, weil wir letztes Jahr schon in Darmstadt gepatzt haben."

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Bammel vor einer Blamage beim Viertligisten will Raffael gar nicht erst aufkommen lassen. Vielmehr regiert bei ihm die Vorfreude. "Schön, dass es endlich los geht. Wir haben lange und hart auf den Auftakt hingearbeitet", sagte er.

(RP)