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Borussia Mönchengladbach: Traoré hat Spaß — und dazugelernt

Borussia Mönchengladbach : Traoré hat Spaß — und dazugelernt

Ibrahima Traorés Wunsch sollte nicht in Erfüllung gehen. "Wenn man sieht, wie uns die Fans unterstützen, hätten sie ein Heimspiel verdient", sagte Borussias Flügelflitzer nach dem 2:1 in den Katakomben des Frankfurter Stadions mit Blick auf ein Wunschlos für das DFB-Pokal-Achtelfinale. Es wurde schließlich ein Auswärtsspiel bei Viertligist Kickers Offenbach (3./4. März).

Wobei es Traoré und seinen Mitstreitern in ihrer aktuellen und dabei so konstant starken Form ohnehin egal sein kann, wer da als nächstes auf dem Weg nach Berlin auf sie wartet. Derzeit haben eher die anderen ein Problem, wenn sie auf Gladbach treffen. Das musste die Frankfurter Eintracht am Mittwochabend schmerzlich erfahren, als sie eine Lehrstunde vom Team von Lucien Favre erhielt. "Die Frankfurter waren gar nicht im Spiel. Wir waren zu stark", fand auch Traoré, selbst Schütze des vorentscheidenden 2:0.

Der Nationalspieler aus Guinea war an diesem Abend einmal mehr Sinnbild dafür, wie erfolgreich die Favre'sche Rotation Borussia bislang durch die Saison bringt. Am vergangenen Donnerstag, beim 5:0 gegen Limassol, war Traoré Doppeltorschütze und der beste Mann, dann saß er am Sonntag gegen die Bayern wieder draußen, und nun war er in Frankfurt wieder agil und gefährlich. "Momentan ist es so, dass es sehr gut funktinoiert - egal, wer spielt", sagt der 26-Jährige.

Favres Rotation holt dabei in diesen Wochen jeden aus der Schmollecke, bevor er sich dort häuslich einrichten kann. Traoré weiß das. Er hatte selbst eine Phase, in der er mit seiner Rolle unzufrieden war, aber Stunk kam von seiner Seite aus dennoch nicht auf. "Ich bin ein Kerl, der immer Spaß haben muss. Das heißt aber nicht, dass ich zwischenzeitlich keinen Spaß hatte. Es war einfach schwer für mich, weil ich nicht gespielt habe. Und ich hatte ja zu Saisonbeginn gespielt, und meine Leistungen waren da auch nicht schlecht, fand ich. Aber es ist so. Die Konkurrenz ist enorm. Das muss man akzeptieren und seine Leistung zeigen, wenn man die Chance dazu bekommt", sagt er.

In Frankfurt nutzte Traoré diese Chance. Wie gegen Limassol. Weil er immer besser Favres Spielweise adaptiert. Er spielt einfacher, schnörkelloser, nicht mehr so wild wie zu Saisonbeginn. Das kommt ihm zugute. Das kommt Borussia zugute. Und eine solche Borussia kann es auch im Pokal weit bringen. Die Erfolgsstrategie dafür hat Traoré in jedem Fall schon mal verinnerlicht: "Der Pokal ist einfach: Wenn du gewinnst, kommst du weiter. Und wenn du alles gewinnst, bist du Pokalsieger."