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Transfers bei Borussia Mönchengladbach: Max Eberl sieht Premier League als wichtigen Faktor

Borussia und der Transfermarkt : Eberl sieht die Premier League in einer Sonderrolle

Borussia hat schon üppig in das Team für die neue Saison investiert. Was noch passiert, hängt vom Saisonausgang und Spielerverkäufen ab. Da könnte die englische Top-Liga eine wichtige Rolle spielen.

Manager Max Eberl hat schon 26 Millionen Euro ins neue Borussia-Team gesteckt. Neun Millionen Euro war ihm der 19 Jahre alte Franzose Kouadio Koné vom FC Toulouse wert, 9,5 Millionen Euro kostet Hannes Wolf, bei dem die mit RB Leipzig vereinbarte Kaufoption in Kraft getreten ist, und schließlich zahlt Eberl für den neuen Trainer Adi Hütter gemäß seiner Ausstiegsklausel an Eintracht Frankfurt 7,5 Millionen Euro. Eberl hat somit bereits ins zentrale Mittelfeld, in die Offensive und in die Struktur investiert.

Was die Borussen im Sommer noch tun werden, hängt davon ab, ob Spieler gehen oder nicht. Gibt es lukrative Transfers, kann auch größer eingekauft werden. Grundsätzlich soll der Kader nicht vergrößert, sondern verschlankt werden. Dass die anstehende Transferperiode wegen der Pandemie außergewöhnlich sein wird, darauf hat Eberl schon öfter hingewiesen.

Eberl vermutet, dass in diesem Sommer der „Käufermarkt sehr klein“ sein wird und die englische Premier League eine wesentliche Rolle spielen wird und zum Motor des Transfermarktes werden könnte. „Ich glaube, dass die Premier League in diesem Sommer die Liga sein wird, die den Transfermarkt zum Laufen bringt, weil sie die finanziell stärkste und stabilste Liga ist. Viele Vereine werden Spieler abgeben wollen und müssen – die Premier League ist da der entscheidende Faktor“, sagte Eberl am Freitag.

Das kann auch Borussia betreffen. Spieler wie Denis Zakaria, Alassane Plea, Jonas Hofmann und Florian Neuhaus werden mit englischen Klubs in Verbindung gebracht. „Deswegen kann es sein, dass ein Spieler von uns auf einer Liste der englischen Vereine steht. Grundsätzlich wollen wir aber keinen Spieler abgeben“, sagte Eberl.

Dass es wie vergangenen Sommer gar keinen namhaften Abgang gibt, ist eher unwahrscheinlich. Zumindest Zakaria wird nachgesagt, dass er Borussia verlassen will, auch bei Plea ist Derartiges zu hören. Eberl versteht manchen Abgang auch als Chance, er setzt gern auch mal neue Akzente durch Transfers. Wie 2019, als er Thorgan Hazard für 25 Millionen an Borussia Dortmund verkaufte und dafür mit Marcus Thuram und Breel Embolo den Aspekt Wucht in den Kader holte.

Was in Sachen Zukäufe tatsächlich möglich ist, wird Eberl erst ausloten, wenn das Saisonergebnis feststeht. „Wenn wir wissen, wo wir die Saison tabellarisch abschließen werden und was das dann finanziell für uns bedeutet, werden wir strategische Entscheidungen bezüglich der Kaderpolitik treffen“, sagte Eberl.