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Tony Jantschke: Fußballgott und Schweizer Riegel

Borussia Mönchengladbach : Fußballgott und Schweizer Riegel

Die Theologie beschäftigt sich nicht mit ihnen, denn sie sind in Wahrheit ganz irdisch: die Fußballgötter. Es gab schon viele davon in Gladbach. Igor Demo zum Beispiel, Juan Arango oder Christoph Kramer. Tony Jantschke ist auch einer.

Wenn die Aufstellung verlesen wird, versehen die Fans seinen Namen mit dem klangvollen Zusatz. "Eine schöne Sache" sei das, sagt Jantschke. Denn er weiß, dass es eine Anerkennung seiner Arbeit ist, seines nimmermüden Einsatzes. Gestern präsentierte er seine andere Seite: die brasilianische. Mit dem Zidane-Trick klärte er elegant und leitete damit sogar den Angriff ein, der das 1:0 brachte. Eine starke Szene. "Ich habe das gegen Schalke schon mal gemacht, jetzt hat er wieder geklappt. Zweimal reicht jetzt, jetzt lasse ich es", sagte "Jantschkinho". Er war gestern einer der Helden am Rande.

Ein anderer war Yann Sommer. Der Torhüter ist 2015 im Borussia-Park bislang unbezwingbar. Den letzten Treffer kassierte er daheim am 17. Dezember 2014 beim 4:1 gegen Werder Bremen. 399 Minuten sind seitdem vergangen. "Göttlich" ist das nicht, sondern ein echter Schweizer Heimspiel-Riegel.

(RP)