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Tom Gaal will den Durchbruch bei Borussia Mönchengladbach schaffen

Borussia-Talent Tom Gaal : „Als junger Spieler muss man härter arbeiten als andere“

Tom Gaal hat bei Borussia alle Jugendteams durchlaufen, nun ist er das erste Mal im Trainingslager der Profis dabei. Der 21-Jährige erzählt, wann er davon erfahren hat, dass er mitfahren darf, was er beim VfL Wolfsburg gelernt hat und wie er seine Chancen einschätzt, bei den Profis zu debütieren.

Es ist sein erstes Trainingslager bei den Profis, obwohl er seit 2019 immer mal wieder oben hineinschnuppern durfte. 2020 wechselte der gebürtige Gladbacher Tom Gaal zum VfL Wolfsburg, kehrte im vergangenen Sommer allerdings zurück und absolvierte 28 Pflichtspiele in der U23. Der Innenverteidiger sprach in einer Presserunde im Trainingslager am Tegernsee über...

…das bisherige Trainingslager „Ich durfte ja schon beim Trainingsauftakt dabei sein. Dadurch habe ich von Anfang an mitbekommen, wie der neue Trainer tickt und was er erwartet. Das hat mir geholfen. Ich habe bisher super Eindrücke gesammelt. Hier im Trainingslager haben wir super Bedingungen, die ich auf so einem Niveau bislang noch nicht gekannt habe.“

…die Tatsache, dass er nach dem Testspiel gegen Rot-Weiss Essen von seiner Nominierung für das Trainingslager erfahren hat „Das hat in mir Euphorie ausgelöst. Man ist als junger Spieler immer dankbar, wenn man sich zeigen darf. Hier kann ich die Jungs besser kennenlernen und habe sieben Tage Zeit, Vollgas zu geben und mich zu präsentieren.“

…die Stimmung rund um Borussia „Es herrscht eine Aufbruchsstimmung. Ich spüre die positive Energie, alle haben Lust, hart zu arbeiten und anzupacken. Bei den Fans sieht man auch, dass sie Lust auf die neue Saison haben. Das wollen wir beibehalten und an den Schwächen der Vergangenheit arbeiten. Dann glaube ich, dass es ein gutes Jahr werden kann.“

…seine Trainer Daniel Farke und Eugen Polanski „Beide sind total ambitioniert und suchen die Nähe zu den Spielern. Sie haben einen klaren Plan und wollen offensiv spielen und Fußball spielen. Sie unterscheiden sich in gewissen Details, aber es gibt unglaublich viele Parallelen.“

…die Dinge, die in Verteidiger heutzutage mitbringen sollte „Ich finde, dass ein Verteidiger in der einen guten Mix braucht. Mir ist der Spielaufbau sehr wichtig. Dass ich erkenne, wo sich ein Raum öffnet und wo ich den Ball hinspielen kann. Im Kopfballspiel ist es mir wichtig, eine gewisse Sicherheit reinzubringen. Von hinten heraus kann man als Verteidiger auch mal das Team pushen, Zweikämpfe führen, vielleicht auch mal einen härteren. Eine gute Mischung besteht aus einem technischen, robusten und lauten Spiel.“

  • Mit Doucouré in der Startelf : Nächste Testspiel-Niederlage für Borussias U23
  • Bis zu 31 Spieler dabei : Borussia am Tegernsee angekommen – Reitz fehlt
  • Die Noten zum Arbeitssieg : Zweinmal eine 2-, zweimal eine 4 für die Borussen gegen Hertha

…seinen Wechsel zum VfL Wolfsburg und seine Zeit dort „Ich hatte eine andere Vorstellung von meiner sportlichen Zukunft als es hier in Gladbach der Fall war. Das kommt im Fußball vor und ist nicht weiter schlimm. Durch Corona hat der eine oder andere Plan, den ich hatte, nicht geklappt. Hinzu kam eine Schulterverletzung, mit der ich lange aufgefallen bin. Insgesamt kam in dem Jahr in Wolfsburg eines zum anderen und ich konnte nicht so richtig Fuß fassen. Es war wie ein Teufelskreis. Als es hier die Möglichkeit gab, wieder für die U23 aufzulaufen, musste ich nicht lange überlegen.“

…seine Lehren aus dieser Zeit „Ich vergleiche es immer mit einer Art Auslandsjahr. Ich habe das Heimatgefühl und die Nähe zwischen den Menschen im Verein vermisst. Das ist bei Borussia einzigartig. Als ich letztes Jahr viermal im Profi-Kader stand, hatte ich im Borussia-Park große Augen, als ich ins Stadion kam. Es ist ein Privileg, für diesen Verein spielen zu dürfen.“

…seine Größe von 1,94 Metern „Ich werde oft auf meine Größe angesprochen. Das Kopfballspiel ist ein Punkt, aus dem ich sowohl offensiv als auch defensiv eine Waffe machen kann. Da muss ich aber auf jeden Fall noch dran arbeiten, da ist noch viel Luft nach oben.“

…seine Chancen, Einsätze bei den Profis zu bekommen „Als junger Spieler muss man total ambitioniert sein und vielleicht einen Tick härter arbeiten als andere, um sich zu empfehlen. Ich will jede Chance nutzen. Wenn man Qualität hat, erkennen das die richtigen Personen. Ich gebe Gas, zeig mich und wenn der Trainer sagt, dass ich irgendwann mal ein paar Minuten spielen darf, ist es genau das, worauf ich immer hingearbeitet habe.“

…sein Einstandssingen bei den Profis „Das muss ich hier im Trainingslager noch machen, da kann ich mich nicht vor drücken. Ich glaube, ich singe irgendwas Englisches von den Backstreet Boys, das jeder kennt. Dann wird es nicht allzu peinlich.“

Hier geht es zur Bilderstrecke: Borussia regeneriert auf dem Trainingsplatz