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Tobias Sippel ein doppelter Gladbach-Held gegen Eintracht Frankfurt

Nummer zwei freut sich über Nummer zwei : Ein perfekter Tag für Borussias Sippel beim 4:0 gegen Frankfurt

Am Donnerstag wurde Tobias Sippel zum zweiten Mal Vater, am Samstag hielt er stark beim 4:0 von Gladbach gegen Eintracht Frankfurt. Die Null hinten war aus mehreren Gründen wichtig.

Stefan Ilsanker erwischte den Ball perfekt mit dem Kopf. Das Spielgerät rauschte sodann in beträchtlicher Geschwindigkeit auf das Gladbacher Tor zu aus recht kurzer Distanz. Doch dann schnellte die Hand von Tobias Sippel hoch und lenkte den Ball an die Querlatte in dieser 24. Minute. Es blieb beim 1:0 für die Gladbacher. Sippels Tat war ein wichtiger Baustein des letztendlichen 4:0-Sieges gegen Eintracht Frankfurt. Denn der Ausgleich in der beschriebenen Szene hätte der Geschichte des Spiels womöglich einen ganz anderen Spin gegeben.

„Wie wichtig das war, kann ich nicht sagen. Aber ein Torwart ist dazu da, Bälle zu halten und ich habe meinen Job erledigt. Und der Rest vom Team auch und darum haben wir verdient gewonnen“, sagte Sippel. Auch in der Schlussphase vereitelte er gute Chancen der Gäste, auch das war wichtig, denn mit diesem Ergebnis zogen die Borussen an Union Berlin vorbei auf den siebten Rang, einen Platz in der Tabelle also, der theoretisch schon einer für Europa sein kann. Dass das internationale Geschäft das Ziel der Gladbacher ist, stellte Sippel klar.

„Das war ein perfekter Nachmittag für uns. Wir haben unsere Chancen genutzt. Das Wichtigste war, dass wir in Sachen Tore auch wieder Ausrufezeichen setzen konnten. Jetzt haben wir unser Ziel für diesen Spieltag erreicht. Wir wollen uns jetzt von Spieltag zu Spieltag einen Tabellenplatz klettern“, sagte er.

Insbesondere für ihn war es der perfekte Tag. Er blieb ohne Gegentor, zum sechsten Mal im 16. Pflichtspiel als Borusse mithin. Und das zwei Tage, nachdem er zum zweiten Mal Vater geworden ist. „Es ist ein Junge“, sagte er im Interview bei „Sky“. Via Instagram hatte er schon am Freitag die Öffentlichkeit informiert, dass am 15. April sein „Big Boy“ zur Welt gekommen sei.

Weil Yann Sommer in Berlin Rot gesehen hatte, stand Sippel zum dritten Mal in der Liga in dieser Saison im Tor, so wird es auch am Mittwoch in Sinsheim sein, wenn Borussia dort bei der TSG 1899 Hoffenheim antritt (20.30 Uhr). Kehrt Sommer dann am Sonntag gegen Bielefeld zurück, wird Sippel weichen müssen, egal wie gut er hält. Die Sache ist entsprechend geklärt. Weswegen Sippel auf die Frage, ob er unter dem künftigen Trainer Adi Hütter eventuell die Nummer eins werden könnte, ohne Wenn und Aber sagte: „Nein.“

„Ich nehme alles mit, genieße die Spiele“, sagte er. Seine Rolle nimmt er an und ist da, wenn er gebraucht wird. So hat er dazu beigetragen, dass die Borussen aus den letzten vier Spielen zehn Punkte geholt haben. „Wir wussten, dass wir aus der Krise irgendwann wieder rauskommen würden. Das erste Spiel, das wir gewonnen haben war eine kleine Zündung, da war der Druck weg und so spielen wir jetzt wieder gut Fußball und gucken jetzt mal, wie weit wir noch kommen“, sagte Sippel.

Dass der künftige Trainer Adi Hütter als Noch-Trainer der Eintracht nach Gladbach kam, ließ Sippel kalt. „Über so eine Thematik haben wir vor ein paar Wochen schon diskutiert, aber im Endeffekt ist das Zukunftsmusik. Wir haben jetzt noch unseren Job zu erledigen und dann sehen wir im Sommer weiter“, sagte Sippel. Er hieß Hütter noch schnell „Willkommen in Gladbach“, dann machte er sich flugs auf den Weg nach Hause zur seiner Familie. Als frischgebackener Vater sind auch tolle Siege wie der gegen Frankfurt schnell wieder Nebensache.