Kommentar zur Nationalmannschaft: Ter Stegens Zeit kommt noch

Kommentar zur Nationalmannschaft : Ter Stegens Zeit kommt noch

Der große Traum der Nationalmannschaft, der zu einem Alptraum wird. Ein Debüt, das in einem Debakel endet. Und ein Wochenende, das von der Nichtnominierung für die Europameisterschaft gekrönt wird.

Ziemlich viel, was da in ziemlich kurzer Zeit einprasseln kann auf einen 20-Jährigen wie Marc-André ter Stegen, dessen Karriere bislang wie auf der Überholspur zu verlaufen schien.

Da war das Bundesliga-Debüt gegen Köln vor etwas mehr als einem Jahr mit einem grandiosen 5:1-Triumph. Der Klassenverbleib mit Borussia in der Relegation. Die überragende abgelaufene Saison, in der ihn die Bundesliga-Kollegen sogar zum besten Torhüter der Liga wählten. Vor Manuel Neuer, vor seinen anderen beiden Konkurrenten in der Nationalmannschaft.

Nun also der herbe Rückschlag. Den muss Borussias Nummer eins erstmal verdauen. Einfach wird das nicht. Ter Stegen hat in der Vergangenheit bereits öfter zur Schau gestellt, dass ihm verschuldete Gegentore oder Niederlagen sehr an die Substanz gehen.

Doch ter Stegen ist noch jung. Er wird sich als Torhüter noch stark verbessern — genau so wie er noch lernen wird, besser mit Niederlagen oder Rückschlägen umzugehen. Trainer Joachim Löw erzählt die Wahrheit, wenn er sagt, dass Borussias Torhüterjuwel ein Großer ist. Das wird er bei Borussia zeigen. Und sicherlich bekommt er noch einmal eine Chance im Nationalteam.

Seine Zeit wird noch kommen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: EM-Test 2012: ter Stegens Debüt wird zum Debakel

(RP/can)