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Stefan Lainer: Comeback für Borussia Mönchengladbach nach nur 98 Tagen

„Der Fuß hält“ : Lainer spricht über sein Borussia-Comeback nach nur 98 Tagen

Drei Monate nach seinem Knöchelbruch meldete sich Stefan Lainer mit einem Kurzeinsatz im Derby gegen den 1. FC Köln zurück. Der Borusse sprach im Anschluss über die 1:4-Niederlage seines Teams und sein Comeback.

Als Stefan Lainer am Samstag um 17.09 Uhr den Rasen des Kölner Rheinenergiestadions betrat, lag Borussia bereits mit 1:3 hinten. Die zweite Derby-Niederlage hintereinander hatte sich bereits in den Minuten zuvor durch den Kölner Doppelschlag abgezeichnet. Die erfreuliche Nachricht, dass Lainer nur 98 Tage nach seinem Knöchelbruch im Sprunggelenk und der anschließenden Operation sein Comeback feiern konnte, war in der Nachbetrachtung der 1:4-Niederlage untergegangen. Zwei Wochen, nachdem er das erste Mal wieder mit der Mannschaft trainieren konnte, gehörte der Österreicher in Köln erstmals wieder zum Kader.

„Es war ein gutes Gefühl, wieder auf dem Platz zu stehen. Ich bin sehr froh, dass es mit einem Kurzeinsatz geklappt hat. Der Fuß hält und hat mir das Zeichen gegeben, dass er belastbar ist. Das hat gut funktioniert“, sagte Lainer nach dem Spiel. „Natürlich hätte ich mir bei meinem Comeback aber ein anderes Ergebnis gewünscht“, fügte er in Bezug auf Gladbachs höchste Derby-Niederlage seit 25 Jahren an.

Die monatelange Reha hat Lainer zum Großteil in seiner Heimat absolviert. „Ich wurde sehr gut betreut, deswegen kann ich auch mit dem Verlauf meiner Reha sehr zufrieden sein. Jetzt ist es wichtig, dass ich im Training wieder Vollgas geben kann, so hole ich mir die körperliche Fitness zurück“, sagte der 29-Jährige nach seinem vierten Einsatz in dieser Saison. Im dritten Pflichtspiel bei Bayer 04 Leverkusen (0:4) am 21. August hatte sich Lainer schwer verletzt, nun möchte er schnellstmöglich wieder eine Startelf-Option für Gladbachs Trainer Adi Hütter sein.

Durch seine schnelle Rückkehr und das Comeback von Nico Elvedi, der drei Wochen nach seiner Bänderverletzung wieder zur Startelf in Köln gehörte, kann Hütter wieder auf zwei Verteidiger mehr zurückgreifen. Während Elvedi seinen Stammplatz in der Innenverteidigung allerdings sofort wieder einnehmen durfte, wird Lainer sich zunächst wieder an die Belastung und den Spielrhythmus gewöhnen müssen.

„Man muss von Spiel zu Spiel sehen, wie viele Spielminuten für mich möglich sind“, so Lainer, der bei Borussia als hochstehender Außenverteidiger agieren kann, aber auch in der Dreierkette als rechter Innenverteidiger auflaufen könnte, um Ramy Bensebaini einen Positionswechsel auf den linken Flügel zu ermöglichen. Während Lainers Verletzung hat zudem Joe Scally auf sich aufmerksam gemacht. Der 18-Jährige gehörte unter Hütter bislang immer zur Startelf und ist nun neben Patrick Herrmann Lainers Hauptkonkurrent.

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Damit wollte sich Lainer nach dem Spiel in Köln allerdings noch nicht im Detail befassen, viel mehr war er noch mit dem verloren gegangenen Derby beschäftigt. „Wir wissen, wie wichtig dieses Spiel für uns und die Fans ist. Außerdem haben wir wichtige drei Punkte liegengelassen. Aber es geht weiter. Wir müssen die Köpfe wieder aufrichten, denn nächste Woche wartet erneut ein schwieriger Gegner auf uns“, so Lainer, der damit auf das Heimspiel gegen den SC Freiburg am kommenden Sonntag (17.30 Uhr) verwies.

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