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Stadionname: Borussia Mönchengladbach will keinen Sponsor - Union Berlin hat auch keinen

Union gegen Gladbach : Seltenes Bundesliga-Duell ohne Stadionsponsor

Vor 20 Jahren sorgte der Hamburger SV mit der Umbennung des Volksparkstadions für Aufsehen. Heutzutage kann beinahe zwischen traditionsreichen und weniger traditionsreichen Sponsorings unterschieden werden. Union Berlin gegen Borussia Mönchengladbach ist dahingehend ein seltenes Duell.

Die Anekdote aus den 00er Jahren ist inzwischen Fußball-Kulturgut, ob sie sich nun wirklich so zugetragen hat oder nicht: Zwei Fans unterhielten sich demnach über den Namen des Stadions in Hamburg, das neuerdings HSH Nordbank Arena hieß. Woraufhin einer sagte: „Für mich wird es immer die AOL-Arena bleiben.“

Genau 20 Jahre ist es her, dass der Hamburger SV mit der Umbenennung des Volksparkstadions für Aufsehen sorgte. Ausgerechnet in Hamburg heißt die Arena seit einiger Zeit sogar wieder Volksparkstadion. Mittlerweile kann beinahe unterschieden werden zwischen traditionsreichen und weniger traditionsreichen Sponsorings. Und wenn zwei Vereine aufeinandertreffen, die beide ihren Stadionnamen nicht verkauft haben, ist das inzwischen eine Seltenheit: Am Sonntag trifft Union Berlin an der Alten Försterei auf Borussia Mönchengladbach, die wiederum im Januar im Borussia-Park zum Rückspiel empfängt.

„Der Borussia-Park ist uns so lieb geworden. Er ist unsere Heimat geworden für 365 Tage im Jahr. Man muss damit sehr, sehr sensibel sein“, sagte Geschäftsführer Stephan Schippers unlängst auf der Mitgliederversammlung des Klubs. Die Frage nach dem Stadionnamen fehlt eigentlich nie in der Aussprache der Fans mit dem Präsidium und der Geschäftsführung.

Borussia-Präsident Rolf Königs hat die Pfiffe registriert, mit denen der Anhänger für seine Frage bedacht wurde. Jüngst stellte Königs im gegenüber unserer Redaktion klar: „Der Borussia-Park ist mittlerweile eine Marke und diesen Markennamen werden wir niemals weggeben. Ich kann mir vorstellen, dass man Bereiche der Tribünen versponsert, aber der Borussia-Park bleibt unangetastet.“ Partnerschaften im kleineren Rahmen gibt es in Gladbach bereits. Der „Fohlencampus“ wird von der Santander gesponsert, das Vereinsinternat heißt „Porsche Fohlenstall“.

Duelle zweier Teams ohne Stadionsponsor sind selten in der Bundesliga, das Berliner Derby ist noch eins, wobei das Olympiastadion für sich auch schon eine Marke ist. Der SC Freiburg wird, das wurde diese Woche bekannt, noch vor dem Umzug in seine neue Arena einen Namenssponsor präsentieren. Borussia wird im kommenden Frühjahr demnach im „Europa-Park-Stadion“ oder in der „Europa-Park-Arena“ zu Gast sein.

Während zum Beispiel die Münchener Allianz-Arena seit ihrer Eröffnung vor 16 Jahren diesen Namen trägt, herrscht bei anderen Vereinen Namens-Fluktuation. So heißt das Stadion in Mainz seit diesem Sommer nicht mehr Opel-, sondern Mewa-Arena. Abgestiegen sind Veltins und Wohninvest mit dem FC Schalke und Werder Bremen, das als einer der letzten Profiklubs den Stadionnamen veräußerte, Weserstadion aber als Zweitnamen behielt.

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Die Aufsteiger unter den Stadionnamen heißen Vonovia mit dem VfL Bochum und Thomas Sommer mit der SpVgg Greuther Fürth. Der Immobilieninvestor Sommer macht mit seinem Namen aus dem Sportpark Ronhof den Sportpark Ronhof Thomas Sommer. Eine Kombination wie „XY-Stadion im Borussia-Park“ galt jahrelang auch als mögliches Szenario für Gladbach, doch selbst das ist offenbar ausgeschlossen für die Zukunft.