Borussia Mönchengladbach: So klingt der Song zum Spitzenspiel

Borussia Mönchengladbach : So klingt der Song zum Spitzenspiel

"Zieht den Bayern die Lederhosen aus" – klassisch, göttlich, karnevalistisch oder einfach nur dissonant und verrückt. Gladbacher Musiker haben den Stadionschlager für die RP neu interpretiert. Freitag ist das Lied im Internet zu hören.

"Zieht den Bayern die Lederhosen aus" — klassisch, göttlich, karnevalistisch oder einfach nur dissonant und verrückt. Gladbacher Musiker haben den Stadionschlager für die RP neu interpretiert. Freitag ist das Lied im Internet zu hören.

Anna ist eine bekennende "Deutschländerin" und die Bayern sind doof, "weil die so viel Geld haben — das ist supergemein", erklärt die Vierjährige, stampft mit dem Fuß auf, schwenkt eine Borussia-Fahne in die Luft und singt aus vollem Hals: "Zieht den Bayern die Lederhosen aus, Lederhosen aus, Lederhosen aus!"

Die Beilage der Rheinischen Post zum Spitzenspiel der Borussia gegen Bayern München hält dieses Mal ein ganz besonderes "Schmankerl" bereit. Laura und ihre Freunde vom Waldkindergarten Pfifferling und der Kita Pfiffikus singen im Chor den Anfeuer-Song für die Borussia — teilweise zahnlos, mit grün-weiß-schwarzer Kriegsbemalung im Gesicht und aus voller Kehle. Das Musikvideo ist ab Freitag im Internet zu finden — bei RP-Online und auf Cityvision.

In der Beilage verlinkt ein QR-Code auf das Musikvideo, bei dem zahlreiche Mönchengladbacher Musiker mitgemacht haben. So greift zum Beispiel auch Gertrude Endrödy in die Saiten. Die Harfenistin der Niederrheinischen Sinfoniker hat ihre ganz eigene Version des Schmähliedes interpretiert. Oder Stadionsprecher Torsten Knippertz — zusammen mit einem Schauspielkollegen hat er eine nachdenklich-intellektuelle Version mit Rotwein im Dämmerlicht gedreht.

Sogar das Gladbacher Prinzenpaar Andrea und Markus hat statt Lederhosen zu den karnevalistischen Strumpfhosen gegriffen und geschmettert und geschunkelt, was das Zeug hält. "Gegen die Bayern zu sein ist ja auch gar nicht schwer", erklärt Karnevalsprinz Markus. Die Kollegen von den Fanfarentrompeten der Eickener "Schöpp op" sehen das ähnlich. "Für unsere Borussia tun wir wirklich alles — wir haben fast alle eine Dauerkarte und freuen uns, wenn wir etwas zum Spiel beitragen können. So ein bisschen Spaß gehört doch bei der Fan-Liebe auch dazu", erklärt Vize-Kommandant Michael Bolten. Seine Truppe hat ganz spontan zu Bierdeckeln gegriffen, sich dort die Akkorde notieren lassen von Kommandant Ralf Hüpkes und den "Lederhosen-Song" auf die Melodie des Beatles-Hits "Yellow Submarine" intoniert.

Zu eher ungewöhnlichen Instrumenten hat Helmut Gather gegriffen. Der Borussen-Fan hat seinen Karl-Ferdinand aus der Garage geholt und ihn zu motorischen Höchstleistungen getrieben — heftig knatternd und rauchend mischt sich der Traktor ins Musikvideo ein und gibt den Bass für den "Lederhosen-Song". Den "Sopran" darüber liefert Gather mit einer Vuvuzela. Seit 1951 ist er schon seiner Borussia treu — denn damals wurde er geboren. Sein Traktor "Karl-Ferdinand" hat neben dem Stadion sogar einen eigenen Parkplatz.

Neben diesem Duett aus Vuvuzela und Traktor gibt es jedoch auch noch Klangerlebnisse für größere Ensembles: So hat sich sogar der Polizeichor Mönchengladbach dazu hinreißen lassen "Zieht den Bayern die Lederhosen aus" zu singen — und die Bambini I von Fortuna Mönchengladbach sowie die Family of Peace Gospel Singers. Nur einen gurgelnden Zahnarzt haben wir für das Musikvideo nicht gefunden.

(RP)
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