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Reus, Dahoud, Hazard, Schulz: Borussia Mönchengladbach verliert gegen den BVB mit vier Ex-Fohlen

Reus, Dahoud, Schulz, Hazard : Eine Gladbach-Filliale in Schwarz-Gelb

Vier frühere Gladbach-Spieler spielten im DFB-Pokal-Viertelfinale bei Gegner Borussia Dortmund mit: Marco Reus, Mo Dahoud, Nico Schulz und Thorgan Hazard. Reus war mal wieder entscheidend beteiligt.

Erst waren da nur Marco Reus und Mo Dahoud, beide gehörten zur Startelf von Borussia Dortmund beim DFB-Pokal-Viertelfinale bei Borussia Mönchengladbach. Nach nur fünf Minuten kam Nico Schulz dazu, weil sich Raphael Guerreiro verletzt hatte. Und ab der 68. Minute durfte auch noch Thorgan Hazard mitwirken, er kam zwei Minuten, nachdem Jadon Sancho das entscheidende 1:0 erzielt hatte, für den Torschützen. Somit standen in den letzten 22 Minuten plus drei Minuten Nachspielzeit vier Ex-Gladbacher für den BVB auf dem Rasen, der in der Schlussphase quasi eine Gladbacher Filiale in Schwarz-Gelb war.

Ganz bis zum Ende hielt das nicht. Dahoud sah in der dritten Minute der Nachspielzeit noch Gelb-Rot, sodass das Ex-Gladbacher-Quartett des BVB für die letzten vier Extra-Minuten wieder zum Trio schrumpfte.

Drei der vier Herren werden in der Liste der Gladbacher Rekord-Abgänge in der Top Ten geführt. Für Reus (Nummer vier) zahlte der BVB 2012 17,1 Millionen Euro, für Dahoud (Nummer sieben) 2018 zwölf Millionen Euro und für den Belgier Hazard 2019 25,5 Millionen Euro. Womit er in der Skala hinter Granit Xhaka, der 2016 für 45 Millionen Euro zum FC Arsenal nach London ging, auf Platz zwei geführt wird. Schulz kam auf dem Umweg über 1899 Hoffenheim zum BVB, Gladbach verdiente immerhin an der Ablösesumme von 25 Millionen Euro, die Dortmund in den Kraichgau überwies, noch gut mit.

Insgesamt hat der BVB seit 2012 also für mehr als 55 Millionen Euro an den Niederrhein überwiesen. Im Sommer kommen noch fünf Millionen Euro dazu für Marco Rose und noch ein bisschen was für sein Trainerteam, also sind es etwas mehr 60 Millionen Euro, die dann von der einen zur anderen Borussia geflossen sein werden. Dass es in diesem Jahr noch mehr wird, hat Rose ausgeschlossen. „Wenn Marco Rose sagt, er nimmt keinen Spieler mit nach Borussia Dortmund, dann nimmt Marco Rose keinen Spieler mit nach Borussia Dortmund“, sagte er, nachdem er seinen Abschied im Sommer verkündet hatte.

Marco Reus tat derweil im Pokalspiel, was er seit seinem Borussia-Wechsel schon oft getan hat: Er trug mit einem Scorerpunkt zum Erfolg der Dortmunder bei. Zwar flog sein Direktschuss-Versuch vor der Pause deutlich am Tor vorbei, weswegen er seinen zehnten Treffer gegen Gladbach nicht schaffte. Doch als es galt, Entscheidendes zu tun, war er da – mit dem Pass auf den Torschützen Sancho sammelte er den insgesamt siebten Assist ein. Bitter für Gladbach, dass Reus die Geschichte „ausgerechnet gegen den Ex“ immer wieder nährt.

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