Raul Bobadilla im Interview: Kein Grund, den Kopf hängen zu lassen

Raúl Bobadilla: "Es gibt keinen Grund, den Kopf hängen zu lassen"

Für Raúl Bobadilla war es ein ganz neues Gefühl, seit er wieder Borusse ist. Der Stürmer gehörte beim 0:1 gegen Borussia Dortmund zur Startelf, zuvor war er nur ein Mann für wenige Minuten gewesen, weswegen er das Gros seiner 187 Einsatzminuten dieser Saison am Sonntag einsammelte (79).

Bobadilla gab vier der 28 Gladbacher Torschüsse ab und hatte im Strafraum einige gute Szenen, auch als Ableger und Ballbehaupter. Die Fans wählten den 30-Jährigen zum Spieler des Tages, doch am Ende stand auch bei ihm die Null wie generell bei den Borussen.

Herr Bobadilla, Sie haben gegen Dortmund zum ersten Mal von Anfang an gespielt seit Ihrer Rückkehr nach Gladbach. Sie waren sehr aktiv, macht das die Niederlage besonders bitter für Sie?

Bobadilla Nicht nur für mich, sondern für die gesamte Mannschaft, für unsere Fans, für das ganze Stadion ist es bitter, dass wir das Spiel verloren haben. Denn wir haben alles versucht, haben ein gutes Spiel gemacht und viele Torchancen gehabt. Aber das Glück ist nicht auf unserer Seite, das ist sehr schade.

War das Spiel für Sie persönlich ein Schritt nach vorn?

Bobadilla Ja, auf jeden Fall, es war sehr positiv für mich. Ich freue mich sehr, dass ich in der Startelf war nach der langen Verletzung und dem vielen Pech, das ich in dieser Saison hatte. Ich habe alles versucht, aber wie gesagt, leider hat es nicht geklappt.

Muss man sich gerade deswegen Sorgen machen als Borusse, weil es ein gutes Spiel war, es aber trotzdem nicht gereicht hat?

Bobadilla Es ist einfach so im Fußball, dass es diese Phasen gibt, in denen das Glück nicht da ist. Wir haben alles gemacht, was nötig war, um zu gewinnen oder einen Punkt zu holen. Ich bin auch der Meinung, dass wir eigentlich vieles richtig gemacht haben - eben außer im Abschluss. Aber es geht weiter. Wir müssen jetzt auf das nächste Spiel schauen. Es sind noch viele Punkte zu holen, darum ist noch viel möglich.

Sie haben gegen Dortmund gezeigt, dass Sie für die Schlussphase der Saison eine gute Alternative sind.

Bobadilla Der Trainer hat mir das Vertrauen gegeben und ich habe versucht, alles zu tun, um dem Team zu helfen: den Ball behaupten, abzulegen, gefährlich zu sein. Ich fühle mich gut und hoffe, dass es so bleibt.

Was ist die Botschaft des Spiels: Eine positive wegen der guten Leistung? Oder das Gegenteil, eben weil es trotzdem verloren wurde?

Bobadilla Wir müssen positiv blieben, das ist sehr wichtig. Es gibt keinen Grund, den Kopf hängen zu lassen nach so einem Spiel. Samstag fahren wir nach Hannover, und da müssen wir wieder alles tun, um wieder erfolgreich zu sein.

KARSTEN KELLERMANN FÜHRTE DAS GESPRÄCH.

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(RP)