Peter Nielsen war Aufstiegsheld bei Borussia Mönchengladbach

Ex-Borusse Peter Nielsen wird 50 : Eine kuriose Verletzung und eine tragende Rolle beim Aufstieg

Der Däne Peter Nielsen war zweimal Borusse: In seiner ersten Episode gewann er den Pokal und eine kuriose Verletzung zu. Beim zweiten Mal spielte er beim Aufstieg eine tragende Rolle.

Peter Nielsen ist seit Sonntag 50 Jahre alt. Acht Jahre davon war er Borusse. Wobei sich die Zeit Nielsens am Bökelberg in zwei Episoden aufteilt: Von 1992 bis 1997 war er angesichts der hohen Qualität, die sich da im Mittelfeld tummelte, eher eine relative Randfigur, in seiner späten Phase von 1999 bis 2002 gehörte er zu den Hauptdarstellern.

In beiden Nielsen-Episoden gab es eine große Feier auf dem Alten Markt. 1995 war der Pokalsieg der Anlass. Auf dem Weg dahin hatte Nielsen im Achtelfinale gegen den 1. FSV Mainz 05 (6:4) und im Viertelfinale gegen den FC Schalke 04 (3:2) jeweils ein Tor gemacht und auch im Halbfinale gegen Kaiserslautern gespielt. Im Endspiel jedoch saß er nur auf der Bank.

2001 war es der Wiederaufstieg, der die große Sause auslöste. Nielsen spielt dabei eine tragende Rolle. Er gehörte in der Phase des Wiederaufbaus nach dem ersten Abstieg 1999 zur Achse von Trainer Hans Meyer. Im 4-3-3-System Meyers war Nielsen der zentrale Mann im Mittelfeld, der Sechser, der für Ordnung und Aufbau zuständig war. „Er enttäuscht so gut wie nie“, sagte Meyer.

Nielsen sorgte auch für eine der kuriosesten Verletzungsgeschichten der Bundesliga: Er kugelte sich im Fernsehsessel die Schulter aus. „Es war Samstagabend nach dem Spiel. Ein Freund von mir war da, wir haben zusammengesessen und gequatscht“, erzählte Nielsen. „Ich hatte beide Hände hinter dem Kopf und habe mich kräftig gestreckt. Dabei ist es passiert.“ Er musste acht Wochen pausieren.

Nielsen verließ Borussia 2002 nach insgesamt 189 Erst- und Zweitligaspielen endgültig und schloss sich erneut dem FC Kopenhagen an, für den er schon 1997 bis 1999 gespielt hatte. 1992 war er von Lyngby BK nach Gladbach gewechselt. Am 31. Dezember 2003 beendete Nielsen seine Karriere. Von 2006 bis 2008 war er Co-Trainer beim FC Kopenhagen, seit 2016 ist er Co-Trainer beim dänischen Zweitligisten BK Fremad Amager.

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